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Arloff

ARLOFF, ehemalige Gemeinde Arloff

1.117 Einwohner (Stand: 31.12.2018)
Kapelle St. Hubertus (Festtag: 4. November)
 

Geschichte


Im Prümer Güterverzeichnis von 893 ist der Ort erstmals erwähnt. Dort heißt es, daß zwischen Arloff und Kirspenich ein Wald liege, in dem 60 Schweine mit Eicheln und Bucheckern gemästet werden konnten.
Der Name des Dorfes (893: "arnafa") ist von der Erft abgeleitet, die durch den Ort fließt.
Kurköln und Jülich konkurrierten hier um die Landeshoheit. Dem Jülicher Herzog gehörten 51 Grundstücke mit insgesamt 10 Häusern sowie der Mühle. 

Auch die 1278 ersterwähnte Burg unterstand dem Jülicher. 

Die Gemengelage der einzelnen territorialen Ansprüche konnte bis heute nicht eindeutig aufgeschlüsselt werden. Sie führte dazu, dass es in Arloff sowohl ein kurkölnisches als auch ein jülichsches Gericht gab, die auch nach der Gerichtsreform von 1554/55 bestehen blieben.

Die Hubertuskapelle stammt aus dem 15. Jahrhundert. Bedeutend sind die Reste spätgotischer Wandmalereien, die bei Restaurierungsmaßnahmen im Jahr 1954 entdeckt wurden. Ebenso erwähnenswert sind die Zeichen, die Jakobspilger auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela in der Hubertuskapelle hinterließen. Verehrt wird der heilige Hubertus als Schutzpatron der Jäger und als Beschützer des Viehs gegen Tollwut. Zum Hubertustag wurde Brot geweiht, das dem Vieh dann ins Futter gebrockt wurde; ebenso wurden den Tieren im Feuer erhitzte Hubertusstempel aufgedrückt, um die Tollwut abzuwenden.

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