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Sturmtief "Victoria" forderte erneut vollen Einsatz

Das Sturmtief „Victoria“ forderte von Sonntag, dem 16. Februar 2020, bis in den darauffolgenden Montag hinein erneut die freiwilligen Einsatzkräfte unserer Feuerwehr und richtete auch im Stadtwald weitere große Schäden an.

Das Bild zeigt Sturmschäden im Stadtwald

Sturmschäden durch "Victoria" im Forstort "Am Alten Kamp", Revier Nord

Gegen 17.00 Uhr am Sonntag wurde aufgrund der vielen Einsätze – insgesamt waren es über 40 – die Koordinierungsstelle im Feuerwehrgerätehaus Bad Münstereifel besetzt. Mit insgesamt zu Spitzenzeiten 110 freiwilligen Feuerwehrleuten konnten die 35 Einsätze wiederholt vorbildlich abgearbeitet werden.

Im Gegensatz zum Sturmtief „Sabine“ kam es zu zahlreichen Stromausfällen, die das RWE sukzessive, ebenfalls bis in den Montag hinein, beseitigte.

Unter Leitung der Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian tagte am Sonntagabend zudem der „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“, um eventuell notwendige Maßnahmen zu beschließen, sollte sich die Lage zuspitzen.

Da sich die Situation zu beruhigen schien, fanden im Laufe des Montags Aufräumarbeiten durch den städtischen Bauhof und den Forstbetrieb in Zusammenarbeit mit Straßen NRW statt, um die erneut gesperrten Straßen in Waldlagen wieder freizugeben.

Ein besonderes Lob gebührt der Bevölkerung, die, obwohl der Stromausfall über mehrere Stunden andauerte, die notwendige Ruhe bewahrte, sodass alle Einsatzkräfte in der Lage waren ihre Maßnahmen ungestört durchführen zu können.

Im Stadtwald Bad Münstereifel kam es nach „Sabine“ nochmals massiv zu herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen. Die durch „Sabine“ schwer vorgeschädigten Waldbestände wurden weiter geschädigt, Bäume fielen wiederum über die Waldwege und müssen erneut geräumt werden.

Deshalb warnt die Stadt Bad Münstereifel weiterhin vor dem Betreten des Stadtwaldes. Auf Grund der Gefahrenlage wurde auch der Friedwald Bad Münstereifel gesperrt, alle Termine wurden abgesagt und verlegt.

Vom Sturm geschädigte Wälder sollten wegen der erhöhten Gefahrenlage weiterhin nicht betreten werden.

Der Orkan hat mit Böen von zum Teil über 120 km/h überall im Stadtwald Bad Münstereifel tausende Bäume entwurzelt und abgeknickt, vor allem Fichten. Bei vielen Laubbäumen hängen abgebrochene Äste und Kronenteile noch in den Bäumen, die entfernt werden müssen, damit sie nicht unkontrolliert auf die Waldwege fallen können. Dies kann zu lebensgefährlichen Situationen führen!

Nach erneuter Schadensaufnahme durch die Revierleiter/in werden zuerst umgestürzte Bäume von Waldwegen, Reitwegen und Waldwanderparkplätzen geräumt. Für die Räumarbeiten wird es in den nächsten Wochen zahlreiche kurzfristige Wegsperrungen geben.

Orkan „Sabine“ (09./10.02.2020) und der Folgesturm „Victoria“ (16./17.02.2020) haben den Stadtwald Bad Münstereifel wie bereits Eberhard (2019) und Friederike (2018) in einer ungünstigen Zeit getroffen. Der Boden ist durch den Regen der letzten Wochen aufgeweicht und gibt den flachwurzelnden Fichten nur wenig Halt. Besonders problematisch ist die schwere Vorschädigung vieler Bäume durch die letzten zwei Jahre mit Dürre, Borkenkäfer und Windwürfen.

Durch die Entnahme der vom Borkenkäfer befallenen Bäume sind offene Waldfronten entstanden, die instabil sind und den Stürmen nicht standhalten. An diesen Forstorten gehen die Windwürfe unvermindert weiter und werden zur Auflösung ganzer Fichtenbestände führen.

Der Forstbetrieb arbeitet daher im Rahmen seines Krisenmanagements bereits umfangreiche Aufforstungskonzepte aus, um klimastabile und möglichst sturmfeste Mischwälder aufzubauen sowie geschädigte Waldbestände zu stabilisieren. Bereits geschwächte und vorgeschädigte Bäume können durch die starken Baumbewegungen der Stürme durch Wurzelrisse weiter geschädigt werden und daher langsam absterben. Das ganze Ausmaß wird daher erst langsam sichtbar.

Kontakt

Stadt Bad Münstereifel
Marktstraße 11-15
53902 Bad Münstereifel

Tel: 02253/505-0
Fax: 02253/505-114
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