Das Saatgut vom Herbst wurde nun je nach Baumart und spezieller Lagerung vorbereitet, die Keimhemmung so abgebaut und die Vorbereitungen für die Saaten von Speierlingen, Baumhasel- und Walnuss, Eschen, Ahornen, Esskastanien, Robinien und Weiß-Tannen abgeschlossen. Die Beete der Pflanzkämpe der Naturschutzstation und die Saatkämpe im Stadtwald sind fertig.
Nach der Herbstsaat der Eicheln 2020 werden nun weitere Frühjahrssaaten 2021 im Stadtwald durchgeführt. Entscheidend für die Saaten, Aufforstungen, den Waldumbau und dessen Zukunftsfähigkeit ist der Anbau der richtigen Baumarten. Im Rahmen der aktuellen Frühjahrsaktion werden daher wieder Baumarten gepflanzt, die höhere Temperaturen, mehr Trockenheit und weniger Niederschlag aushalten. Dabei werden die Standorte und Böden ganz genau beachtet. Am „Faulen Feld“ sind es u. a. Stieleichen, am „Dürren Kopf“ Traubeneichen, Tannenarten mit weiteren trocken-toleranten Mischbaumarten.
Um die großen Schadflächen möglichst schnell wieder zu bewalden setzt der Forstbetrieb auf die Kombination der altbewährten Trauben- und Stieleichen, Buchen und Douglasien mit Elsbeeren, Kirschen, Ahornen, Ulmen, Roteichen, Esskastanien und Linden sowie den Pionieren Birken, Weiden, Lärchen und Kiefern. Vorgezogene Eichenpflanzen aus den Eicheln der eigenen, staatlich anerkannten Saatgutbestände des Forstbetriebes werden direkt auf die vom Borkenkäfer geschädigten kahlen, ehemaligen Fichten-Waldflächen gepflanzt. Mit weiteren Baumarten werden klimastabile Mischwälder neu aufgebaut wobei aktuell ca. 50.000 vorgezogene Pflanzen und ca. 100 kg Saatgut ausgebracht werden.