Nach fast dreijähriger, Corona bedingter Pause, fand am Freitag den 14.10.2022 die zweitegroße Zugübung für die Feuerwehren im Bad Münstereifler Höhengebiet statt. Aufgrund der zahlreichen Wald- und Wiesenflächen im Höhengebiet bezog sich die erste durchgeführte Übung auf das Thema Vegetationsbrandbekämpfung. Die zweite Übung jetzt im Oktober sollte ein eher seltenes, aber dennoch durchaus realistisches Einsatzszenario für die Kameraden und Kameradinnen der Löschzüge 2 und 4, sowie der Einsatzeinheiten der Malteser Euskirchen und Nettersheim darstellen.
Somit wurden am 14.10.2022 gegen 18:30 Uhr die zuvor genannten Einheiten mit dem Einsatzstichwort „Technische Hilfeleistung mit einer unbekannten Anzahl von Verletzten“ auf die Kreisstraße zwischen Hummerzheim und Odesheim alarmiert. Unter der Gesamteinsatzleitung von Brandoberinspektor Andreas Haag, ging es für die 56 Feuerwehrleute aus den Einheiten Schönau, Mahlberg, Mutscheid, Rupperath, Houverath und Effelsberg, sowie 30 Kräften der Malteser Euskirchen und Nettersheim darum, die 29 unterschiedlich schwer Verletzten und teilweise eingeklemmten Personen fachgerecht zu retten und den unterschiedlichen Patientenablagen zuzuführen. Insgesamt 22 der 29 verletzten Personen wurden durch die Feuerwehr Antweiler der Verbandsgemeinde Adenau, sowie der Corhelper Gruppe Höhengebiet gespielt. Die restlichen 7 Verletzten wurden mit Übungspuppen in unterschiedlichen Gewichtsklassen dargestellt.
Ziel der Übung war es, trotz einer zunächst unübersichtlichen Lage durch eine große Anzahl an der Einsatzstelle befindlicher Personen, die richtigen Entscheidungen zu treffen (Führungspersonal), eingeklemmte Personen fachlich korrekt zu befreien (Feuerwehr), Verletzte nach schwere ihrer Verletzungen zu beurteilen und zu kategorisieren (Rettungsdienst), die Kommunikationsstrukturen an der Einsatzstelle und zur Kreisleitstelle zu festigen und somit die Schnittstellen zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst zu verbessern.
Die gesamte Übung wurde durch mehrere Übungsbeobachter, über den gesamten Verlauf fachlich begutachtet und begleitet und im Anschluss im Gerätehaus der Feuerwehr Rupperath mit allen Einsatzkräften nachbesprochen. Insgesamt beteiligten sich an der Übung ca. 150 Personen.
Ein besonderer Dank zur Realisierung der Übung geht an die RVK (Regionalverkehr Köln) für die Spende des Linienbusses, an Yassine Autoverwertung Kalenberg für die Bereitstellung des zweiten PKW, an Galabau Latz Mahlberg und an Kurt Höver für die fachgerechte Präparierung der PKW´s und den Transport der PKW´s und des Busses, sowie an die Feuerwehr Antweiler der Verbandsgemeinde Adenau und die Corhelpergruppe Höhengebiet Bad Münstereifel, die die zahlreich benötigten „Verletzten“ gespielt haben.