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Vorbereitungen auf den Winterdienst mit neuem Traktor

Ein oranger Traktor, der mit einem Schneeschild bestückt ist, steht vor der Halle des Bauhofs. Links daneben steht Werkstatt-Leiter Bernd Sievernich, Rechts daneben steht Bauhof-Leiter Peter Mey.

Der neue Traktor des Bauhofs wurde von Bernd Sievernich, Leiter der Bauhof-Werkstatt, und Peter Mey, Leiter des städtischen Bauhofs, in Empfang genommen. Foto: Stadt Bad Münstereifel

Die Temperaturen ziehen an, die ersten Schneeflocken zeigen sich am Himmel – und der städtische Bauhof hat die letzten Vorbereitungen für den Winterdienst abgeschlossen. Dazu kann der Bauhof nun ein neues Fahrzeug einsetzen. Der Traktor des Herstellers Valtra (155 PS) wird einen Unimog ersetzten. Für den Winterdienst wurden ein Schild mit einer Räumbreite von 2,55 Meter und ein Streuer mit einem Fassungsvolumen von 1,5 Kubikmetern montiert. Da der Traktor sehr variabel ist, wird er außerhalb des Winterdienstes in verschiedenen Bereichen der Straßenunterhaltung eingesetzt.

Mangel an privaten Dienstleistern

Das Gebiet, das der Winterdienst zu bewältigen hat, ist groß. 57 Ortschaften, verteilt auf einer Fläche von rund 150 Quadratkilometern wollen erreichbar bleiben. Vor allem bei starkem Schneefall ist das für die Mitarbeitenden des Bauhofs eine enorme Herausforderung. In den letzten Jahrzehnten wurde der städtische Bauhof von privaten Dienstleistern unterstützt. In diesem Jahr hat die Stadtverwaltung für die Aufgaben des Winterdienstes, die mit Fahrzeugen durchgeführt werden, keinen Dienstleister gefunden. Der Winterdienst mit Fahrzeugen wird deshalb 2024/2025 durch den städtischen Bauhof sichergestellt. Die Mitarbeitenden des Bauhofs und der Stadtwerke verfügen über jahrelange Erfahrung und sind daher gut auf die Situation vorbereitet. Die Motivation der Mitarbeitenden ist groß, auch kurzfristig auftretende winterliche Situationen schnellstmöglich zu bewältigen. Da die Lage im Stadtgebiet aufgrund der großen Höhenunterschiede und anderer topographischer Gegebenheiten sehr unterschiedlich ausfallen kann, muss die Einsatzstrategie tagesaktuell neu bewertet werden.

Wie ist der Winterdienst organisiert?

Das Stadtgebiet ist in vier Räum- und Streubezirke unterteilt. Innerhalb der Bezirke wurde jede Straße einer von zwei Dringlichkeitsstufen (Kategorien) zugeordnet. Diese Zuordnung hat der Stadtrat am 28.05.2024 (RD 1359-XI) beraten und beschlossen. Der städtische Bauhof führt diesen Beschluss aus. 

  • Kategorie 1: Hierzu zählen alle verkehrswichtigen und zugleich gefährlichen Straßen mit örtlicher und überörtlicher Bedeutung. Dies sind zum Beispiel Straßen, die für den ÖPNV sowie für Feuerwehr und Rettungsdienst wichtig sind. Der Winterdienst ist gesetzlich dazu verpflichtet, dass diese Straßen in der Hauptverkehrszeit ab ca. 7 Uhr (sonntags 9 Uhr) bis ca. 20 Uhr geräumt und gestreut sind. Hierzu zählen insbesondere überregionale Straßen (Kreis- und Landesstraßen), Gemeindeverbindungsstraßen, Ortsdurchfahrten, Industriestraßen, Schulbusstrecken und öffentliche Parkplätze. Aufgrund dieser Verpflichtung werden die Straßen der Kategorie 1 im maschinellen Winterdienst zuerst und vorrangig bedient. 
     

  • Kategorie 2: Hierzu zählen alle innerörtlichen Straßen, die nicht der Dringlichkeitsstufe 1 zugeordnet wurden, sowie alle Straßen, für die mit den Betroffenen Sondervereinbarungen geregelt sind. Da die Befahrbarkeit der Straßen der Kategorie 1 sichergestellt werden muss, können Straßen der Kategorie 2 oft erst mit zeitlicher Verzögerung bedient werden. Bei extremen Witterungsverhältnissen (Dauerschneefall) kann der Räum- und Streueinsatz erst durchgeführt werden, wenn die Straßen der Kategorie 1 geräumt und gestreut wurden.

Zu welcher Kategorie gehört meine Straße?

In den unter diesem Bericht angefügten Listen können die Anwohnerinnen und Anwohner sich über die Streubezirke und die Dringlichkeitsstufen der Straßen informieren. Dies bietet den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich auf die Situation einzustellen. 

Schutz der Mitarbeitenden

Leider wurden die Mitarbeitenden des Winterdienstes im vergangenen Winter in Einzelfällen körperlich bedroht. In seltenen Fällen wurden die Räumfahrzeuge durch vorsätzlich quer gestellte Autos an der Weiterfahrt gehindert. Es ist verständlich, dass jeder gefahrlos und zügig sein Haus erreichen möchte. Dennoch ist ein solches Verhalten nicht zielführend und wird zur Anzeige gebracht. Um eine eigene Gefährdung auszuschließen und den Winterdienst möglichst zügig voranzubringen, wurden die Mitarbeitenden angewiesen, in solchen Fällen ihre Arbeitsweise anzupassen. Die Mitarbeitenden wünschen sich ein respektvolles, verständnisvolles Miteinander bei der Ausführung des Winterdienstes.

Kontakt

Stadt Bad Münstereifel
Marktstraße 11-15
53902 Bad Münstereifel

Tel: 02253/505-0
Fax: 02253/505-114
E-Mail: info@bad-muenstereifel.de

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