Der Volkstrauertag 2020 fand unter den Vorkehrungen gegen die CoVid-19-Pandemie statt. Begleitet vom Geschäftsführer des Ortsverbandes Bad Münstereifel im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Herrn Hans-Georg Schäfer, und dessen designierten Nachfolger Herrn Peter Lanzerath, legte Frau Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian –auch in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Ortsverbandes– den Kranz nieder zum Gedenken an die Kriegstoten, die Zivilopfer und die Opfer von Verfolgungen während der beiden Weltkriege.
Da die Gedenkveranstaltung in diesem Jahr still und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit stattfand, ging Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian in einem Facebook-Post besonders auf den diesjährigen Volkstrauertag ein.
Sie erinnerte daran, dass das Ende des Zweiten Weltkrieges sich in diesem Jahr zum 75. Mal jährte.
Gleichzeitig erinnerte die Bürgermeisterin an die Zeit vor 100 Jahren, als die Spanische Grippe genannte weltweite Pandemie die Kontinente beherrschte.
Ausgebrochen war diese Pandemie noch während des Ersten Weltkrieges im Sommer 1918. Die russischen Kriegstoten, die direkt neben der zentralen Kriegsgräberstätte eine eigene Gedenkstätte erhalten haben, legen von der Spanischen-Grippe-Pandemie Zeugnis ab. Alle in Bad Münstereifel bestattete russische Kriegstote fielen ihr zum Opfer.
In diesem Zusammenhang erinnerte die Bürgermeisterin daran, dass die damals in Umlauf gebrachten Verschwörungstheorien heute im Zusammenhang mit der CoVid-19-Pandemie eine Neuauflage erleben. Sie sprach sich dafür aus, den Verschwörungstheorien zu widerstehen und nicht im Strom der Hassprediger mit zu schwimmen und sich fremdsteuern zu lassen. Dann ging die Bürgermeisterin auf die Wiedervereinigung vor 30 Jahren ein. Sie führte aus:
Es sind jetzt genau 30 Jahre, seit Deutschland wiedervereinigt ist.
Es ist ein Jubiläum, aus dem wir Mut schöpfen können. Selbst wenn wir auf dem Weg zur vollendeten Einheit noch einige Schritte zu gehen haben, so dürfen wir doch feststellen, dass es ein so freies Deutschland mit so selbstbestimmten Bürgerinnen und Bürgern nie zuvor gegeben hat.
Dies war den Kriegstoten der beiden Weltkriege nicht vergönnt. Ihr Sterben und ihr Tod ist uns Mahnung. Wir sagen nein zu Diktatur, Hass und Bevormundung.
Wir wählen die Freiheit – auch mit dem damit verbundenen Mehr an Selbstverantwortung, aber auch mit dem unendlichen Mehr an Selbstbestimmung. Und natürlich auch in der Zuversicht, dass wir gemeinsam durch die Pandemie steuern werden.
In diesem Geist habe sie gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Ortsverbandes Herrn Schäfer und dessen designierten Nachfolger Herrn Lanzerath den Kranz in aller Stille niedergelegt.