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"SeelenSchätze" erinnern an die Verstorbenen der Flut

Die Skulptur „SeelenSchätze“ an der Kölner Straße erinnert an die fünf Menschen, die bei der Flutkatastrophe in Bad Münstereifel ihr Leben ließen. Foto: Mager/Stadt Bad Münstereifel

„SeelenSchätze“ lautet der Titel der Skulptur an der Kölner Straße, die den Verstorbenen der Flut vom 14./15. Juli 2021 gewidmet ist. Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian hat die Stele der Zülpicher Künstlerin Marti Faber nun öffentlich vorgestellt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Opferangehörige waren der Einladung gefolgt.

„Die Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 war für viele von uns eine Nacht, nach der nichts mehr so war wie zuvor“, sagte die Bürgermeisterin in ihrer Ansprache: „Innerhalb weniger Stunden wurde unser Leben aus den Fugen gerissen.“ Besonders schwer sei das Leid für jene, die einen geliebten Menschen verloren haben. Im Stadtgebiet von Bad Münstereifel starben fünf Menschen durch die Katastrophe. Für sie wurden an der Stele fünf Rosen niedergelegt. Die neue Skulptur soll einen bleibenden Ort des Erinnerns schaffen. „Die Skulptur erzählt von der Verzweiflung und Hilflosigkeit, aber auch von der Solidarität und der Kraft, die wir in der dunkelsten Stunde gezeigt haben“, betonte die Bürgermeisterin.

Stellvertretend für die Verstorbenen erinnerte sie an Laura Giesa, die nahe der Stele in den Fluten ihr Leben verlor. „Für ihre Familie, ihren Lebenspartner, ihre Verwandten, ihr Patenkind, Freunde und Kollegen änderte sich an diesem Abend alles“, so Sabine Preiser-Marian. Ihre Angehörigen stellten während der Gedenkfeier ein Foto der Verstorbenen an der Stele auf.

Die drei Meter hohe Skulptur besteht aus Cortenstahl. „Mit der Zeit werden das Wetter, der Rost und die Patina die Objekte verändern – so wie sich auch unsere Erinnerungen ändern werden, auch wenn sie als ein Teil von uns für immer bestehen bleiben“, betonte die Bürgermeisterin. „SeelenSchätze“ bildet ein Gegenstück zur Skulptur „SeelenSchmerz“ im Kurpark an der Großen Bleiche. Beide Werke stünden in einem spannungsvollen Zusammenhang. „Wie Hoffnung und Schmerz, Erinnerung und Zukunft, Angst und Mut. Erst im Zusammenspiel wird das Ganze vollständig“, so die Bürgermeisterin. Im Rahmen der Neugestaltung der Kölner Straße wird auch das Umfeld der Skulptur erneuert. An gleicher Stelle befindet sich ein Kreuz, das an die verheerende Flut des Jahres 1749 erinnert. Die Bürgermeisterin dankte allen, die die Errichtung der beiden Stelen ermöglicht haben – neben Marti Faber unter anderem der Bürgerstiftung Bad Münstereifel und Ministerpräsident Hendrik Wüst für die finanzielle Unterstützung.

Zum Abschluss der offiziellen Feierlichkeiten lud die Stadt Bad Münstereifel zu einem Beisammensein in die Räume der gegenüberliegenden Kurverwaltung ein. Dort bot sich die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch.

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