Der Klimawandel bescherte uns bereits einen sehr regenarmes Frühjahr 2025. Durch diese regenarmen bzw. regenlosen Phasen gepaart mit einer relativ trockenen Luftströmung verlieren der Boden und die Vegetation schnell die Feuchtigkeit.
Viele Bürgerinnen und Bürger, insbesondere in unserer ländlichen Region, haben Rasenflächen und Gärten, die sie unter anderem mit Trinkwasser bewässern. Auch werden viele Familien Planschbecken oder Swimmingpools im heimischen Garten bei gutem Wetter wieder nutzen, die ebenfalls mit Trinkwasser befüllt bzw. nachgefüllt werden.
Die Stadtwerke möchten mit dieser Veröffentlichung frühzeitig darüber informieren, dass auch unser Trinkwasserversorgungssystem begrenzte Ressourcen hat. Besonders in den Trockenwetterphasen, aber ganz extrem in eventuell bevorstehenden Hitzeperioden wird das Wasserversorgungsnetz bis an die Kapazitätsgrenze hin beansprucht. Wenn unter normalen Umständen die Wasserbevorratung in den Hochbehälter vollkommen ausreichend ist, werden in den regenlosen Hitzeperioden für kurze Zeiträume die Grenzen erreicht. Es wird dann vorübergehend mehr Wasser aus dem städtischen Trinkwasserversorgungssystem entnommen als vom Lieferanten, dem Olefverband, zuläuft. Auch wenn die Liefermengen vom Olefverband an die Stadt Bad Münstereifel in solchen Fällen auf das Maximum erhöht werden, kann der Mehrverbrauch nicht vollständig kompensiert werden und die Pegel in den Hochbehältern sinken. Die städtischen Hochbehälter puffern diesen Mehrverbrauch bis zu einem gewissen Grad über einen begrenzten Zeitraum ab, jedoch kann es bei einer langanhaltenden, starken Abnahme zu Versorgungsengpässen kommen.
Da auch die Löschwasservorhaltung der Feuerwehr durch Wasser aus den Hochbehältern gespeist wird, ist es der Stadt Bad Münstereifel eine großes Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig im Umgang mit Trinkwasser zu sensibilisieren. Der sorg- und sparsame Umgang mit Trinkwasser in Trockenwetterphasen und besonders in Hitzeperioden ist enorm wichtig und trägt zu einem großen Teil zur sicheren (Lösch-)Wasserversorgung bei. Der schonende Umgang mit der Ressource „Trinkwasser“ spart zudem Stromkosten und somit Energie sowohl bei der Aufbereitung als auch beim Transport.
Liebe Bürgerinnen und Bürger, bitte helfen Sie mit, die Versorgung mit ausreichendem Trink- und Löschwasser zu sichern, und verwenden Sie möglichst kein Trinkwasser für Bereiche, in denen nicht unbedingt Trinkwasser erforderlich ist. Insbesondere nicht im Zeitraum einer Trockenwetterphase oder Hitzeperiode.