Die Schülerinnen und Schüler aus Ellesheim fahren - wie viele andere aus dem Stadtgebiet auch - mit der öffentlichen Buslinie zur Schule nach Bad Münstereifel.
Die dortige Haltestelle war bislang unbeleuchtet und eine Unterstellmöglichkeit gab es nicht, so dass die Schulkinder nicht selten ihren Schultag mit Regen- und/oder schneedurchnässter Kleidung beginnen mussten.
Einige Eltern griffen diese Problematik 2014 auf und organisierten in einem ersten Schritt eine Beleuchtung an der Bushaltestelle. Die notwendigen Materialkosten für eine Straßenlaterne von rund 600 Euro konnten durch Spenden der Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner bzw. durch Zahlung von ca. 80 Euro pro Familie mit schulpflichtigen Kindern zusammengetragen werden.
Gemeinsam setzen sie die Beleuchtung in tatkräftiger Eigenleistung.
In einem zweiten Schritt errichteten einige Eltern eine wettergeschützte und vom Straßenverkehr gesicherte Unterstellmöglichkeit einschließlich Sitzgelegenheit.
Dies erforderte zunächst die Klärung durch die Stadt, ob die Dorfgemeinschaft als Errichter einer Schulbuswartehalle auch die Haftung dafür übernehmen müsste. Nach Abstimmung mit dem Kreis bzw. der Straßenbaubehörde wurde schließlich eine Nutzungsvereinbarung geschlossen, wonach das Grundstück zur Verfügung gestellt wird – auch für die Errichtung einer Wartehalle, wohl unter dem Vorbehalt der Rückbauverpflichtung, falls z.B. ein Kreisel oder ähnliches dort entsteht. In diesem Falle wäre aber auch eine Verlegung der Haltestelle erforderlich.
Nachdem dies bewerkstelligt war, trug die Bauunternehmung Jürgen Königsfeld durch die kostenlose Bereitstellung der Arbeitsgeräte sowie der Einbringung des entsprechenden Know-Hows wesentlich zum Gelingen des Projektes bei. Ermöglicht wurde dies durch eine Spende der Aktion RWE Aktiv vor Ort in Höhe von 2.000 Euro sowie der finanziellen Unterstützung des Dorfgestaltungsvereins Ellesheim. Material, wie Lava, Gehsteinplatten und Pflastersteine stellte die Stadt zur Verfügung. Die Fertigstellung der Buswartehalle erfolgte im April 2018.
Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian sprach neben den Spendern einen besonderen Dank an die Dorfbewohnerschaft und Eltern aus, die durch ihr ehrenamtliches Engagement eine solche Idee in die Tat umgesetzt haben. Sie haben damit zu einer Verbesserung der Schulwegsituation und dadurch gleichzeitig zur Attraktivität ihres Dorfes beigetragen.