Diese speziellen Forstmaschinen sind Holzvollernte-Maschinen (Harvester), die Bäume fällen, entasten, ablängen und die Sortimente am Gassenrand ablegen, so dass keine schwere Handarbeit mehr notwendig ist. Bei dem Ausmaß an betroffenen Flächen ist der Einsatz von Großmaschinen auch unabdingbar, da die Zeit ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. Das geschlagene Holz sollte schnellstmöglich aus dem Wald abtransportiert werden, bevor die neue Borkenkäfergeneration ausfliegt und weitere, noch gesunde, Bäume befällt. Seit kurzer Zeit ist im städtischen Waldgebiet auch ein Hybrid-Harvester im Einsatz.
Von der äußeren Erscheinung gibt es kaum Unterschiede zu den normalen Harvestern, acht Räder, Kran mit Harvesterkopf, Fahrerkabine, Antriebseinheit unter einer sehr langen Motorhaube – fertig. Allerdings liegt der Unterschied in der verbauten Technik. Solche Maschinen besitzen ebenfalls einen Dieselmotor und dazu in Reihe geschaltet ist ein E-Motor, der die Spitzenlast abfängt, die z.B. beim Entasten der Baumstämme entsteht. Von solchen Maschinen gibt es aktuell in Deutschland noch sehr wenige im Einsatz, da sich viele Unternehmer noch vor den Mehrkosten in der Investition scheuen. Schaut man sich allerdings die Verbrauchswerte an und vergleicht diese mit herkömmlichen Maschinen macht die Investition auch aus ökonomischer Sicht Sinn. Der Hybrid-Harvester, wie er auch bei uns im Einsatz ist, besteht aus Dieselmotor, Elektromotor und Superkondensatoren (Energiespeicher). Unter Normallast arbeitet der E-Motor als Generator und lädt den Energiespeicher. Diese Speicher zeichnen sich durch eine schnelle Leistungsabgabe und –aufnahme aus sowie durch einen geringen Platzbedarf. Der Dieselverbrauch sinkt durch diese Technik deutlich und die Produktivität steigt sogar, weil das Drehmoment schneller zur Verfügung steht. Nach Herstellerangaben sinkt der Kraftstoffverbrauch, um bis zu 30 % und somit auch der CO2-Ausstoß, zu vergleichbar großen Harvestern ohne Hybridantrieb. Bei einer Holzernte von 10.000 m³ Holz und 1,10 €/l Dieselkosten sind rechnerisch ca. 2.400 l Diesel und 2.640 € einzusparen.
Das entspricht einer Einsparung von gut 6,24 t Kohlendioxyd!
Erfreulich ist jedenfalls, dass auch für Großmaschinen der Einsatz von E-Motoren Sinn macht. Ganz im Sinne des Klimaschutzes werden mutige Unternehmer, die solche Investitionen in innovativen Maschinen und Techniken tätigen, bei der Ausschreibung und Vergabe berücksichtigt.
Übrigens: Die kahlen Waldflächen werden entsprechend den Bestimmungen zu einem naturnahen klimastabilen Mischwald wieder aufgeforstet.
Ihr Klimaschutzmanager der Stadt Bad Münstereifel
Florian Hammes
Tel.: 02253-505294
E-Mail: f.hammes[at]bad-muenstereifel.de