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Ende des Zweite Weltkriegs für Münstereifel vor 80 Jahren

Schwarz-Weiß-Bild von zwei amerikanische Gis in der Orchheimer Straße. Im Hintergrund das Orchheimer Tor.

Zwei amerikanische Gis in der Orchheimer Straße. Foto/Repro: Stadtarchiv Bad Münstereifel

Schwarz-Weiss-Foto vom Bereich des Marktes am Beginn der heutigen Heinz-Küpper-Brücke, Blickrichtung Alte Gasse und Werther Straße.

Der Bereich des Marktes am Beginn der heutigen Heinz-Küpper-Brücke, Blickrichtung Alte Gasse und Werther Straße. Foto/Repro: Stadtarchiv Bad Münstereifel

Ein Schwarz-Weiß-Foto mit Blick auf die kriegszerstörte Trierer Straße vor dem Orchheimer Tor.

Die kriegszerstörte Trierer Straße vor dem Orchheimer Tor. Foto/Repro: Stadtarchiv Bad Münstereifel

Das Schwarz-Weiß-Bild zeigt den Blick durch das von Panzern ramponierte Orchheimer Tor in die Orchheimer Straße.

Blick durch das von Panzern ramponierte Orchheimer Tor in die Orchheimer Straße. Foto/Repro: Stadtarchiv Bad Münstereifel

07.03.2025 - Heute vor genau 80 Jahren endete für Münstereifel der Zweite Weltkrieg. Der 7. März 1945 war ein Mittwoch. Die Spannung, die über der Stadt lag und auf ihren Bewohnern lastete, hatte sich gegenüber den Vortagen noch einmal erheblich gesteigert. Seit dem 3. März gab es keine Stromversorgung mehr für die Stadt an der oberen Erft. Somit war auch kein Radioempfang mehr möglich. Lediglich dem Geschützdonner war zu entnehmen, dass die Front näher an Münstereifel heranrückte.

Seit dem 23. Dezember hatte das Wetter aufgeklart und die Alliierten hatten die unumschränkte Lufthoheit wiedergewonnen. Münstereifel war aus mehreren Gründen in das Blickfeld der Alliierten gerückt: Es lag auf dem Weg zu Ahr und weiter zum Rhein und die am 16. Dezember 1944 begonnene Ardennenoffensive wurde von seinem Stadtgebiet aus befehligt.

Am Weihnachtstag (25. Dezember 1944) hatten die Alliierten Münstereifel gezielt bombardiert, nachdem zuvor bereits seit September 1944 vereinzelt Bomben auf die Kurstadt gefallen waren. Der Angriff zu Weihnachten diente dem Zweck, die Stadt als Hindernis auf dem Durchmarsch zum Rhein auszuschalten.

Noch bis zum 6. März 1945 waren Einheiten der Wehrmacht in Münstereifel stationiert. Die US-Amerikaner waren darauf vorbereitet, auf heftigen Widerstand zu treffen. Sie hatten begonnen, Münstereifel vereinzelt mit Artillerie zu beschießen. Dass die Wehrmacht sich während der Nacht zum 7. März aus Münstereifel abgesetzt hatte, konnten sie nicht wissen. Der Stadt und ihren Bewohnern drohte Schreckliches.

Drei Menschen verhinderten durch private Initiativen den Untergang Münstereifels im Artilleriefeuer der US-Amerikaner: Oberpfarrer Dr. Edmund Rothkranz, seit Herbst 1944 Seelsorger in Münstereifel, rüstete sich mit einer weißen Fahne aus und ging den Alliierten durch das Heisterbacher Tor und über die Nöthener Straße entgegen. Er vertraute auf seine Englischkenntnisse und darauf, dass er die US-Einheiten vom Abzug der Wehrmacht überzeugen könnte. Während er den Amerikanern entgegen schritt, hatten sich die Schwanen-Apothekerin Ina Bresgen und der Kaufmann Heinrich Moll verabredet, auf dem Burghof weithin sichtbar eine weiße Fahne zu hissen.

Münstereifel wurde kampflos von den US-Amerikanern befreit.

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