24.09.2026 - In Bad Münstereifel erinnern bereits 36 Stolpersteine an die Menschen jüdischer Herkunft, die durch das nationalsozialistische Regime ermordet wurden. Im März 2026 hat der Stadtrat beschlossen, dass Stolpersteine künftig auch für überlebende Opfer der Verfolgung sowie für Opfer nicht nur jüdischer Herkunft, sondern auch anderer verfolgter Gruppen, verlegt werden. Dies wird am Montag, 28. September, erstmals der Fall sein. Dann werden in der Heisterbacher Straße vier Stolpersteine für Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen verlegt. Unter ihnen ist auch Ferdinand Müller, der 1918 die Ortsgruppe der SPD mitgründete und 1948/49 Bürgermeister von Münstereifel war. Anlässlich der Gedenkveranstaltung werden Nachfahren der Familie Müller aus dem In- und Ausland anreisen.
Darüber hinaus findet im Vorfeld dieser Veranstaltung ab 14:30 Uhr, die Wiederverlegung der Stolpersteine für Amalie Nathan (Werther Straße 36) und Gudula Martini (Werther Straße 69) statt. Diese Steine wurden nach der Flut 2021 bereits neu verlegt, mussten jedoch für Bauarbeiten noch einmal entnommen werden.
Bürgermeister Sebastian Glatzel lädt alle Interessierten für Montag, 28. September 2026 um 14:30 Uhr an der Werther Straße 36 bzw. um 15:00 Uhr an der Heisterbacher Straße 3 in 53902 Bad Münstereifel zur Verlegung der Stolpersteine ein.