Bei Willerscheid wurden vom 16. bis 20. Jahrhundert Buntmetallerze gewonnen und direkt vor Ort weiterverarbeitet. Der Bergbau in „der Mutscheid“ war im 17. Jahrhundert so wichtig, dass er sogar auf Kartenblättern so bedeutender Kartographen wie Jodocus Hondius oder Willem Blaeu erwähnt wurde.
In einem Video, das für gehörlose Personen von einer Dolmetscherin für die Deutsche Gebärdensprache begleitet wird, stellen zwei LVR-Archäologinnen und ein Mineraloge die beiden Bodendenkmäler vor. Im Anschluss an die Ausstrahlung stehen sie dann gemeinsam im Livechat zur Beantwortung von Fragen bereit.
Das Video wird am Sonntag, dem 4. Oktober 2020, um 11.00 Uhr auf dem YouTube-Kanal „LVR-Bodendenkmalpflege“ ausgestrahlt.
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Weitere Informationen:
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Nordeifel Tourismus, Tel.: 02441. 99457-0
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Zum historischen Hintergrund:
„Die Mutscheid“ bezeichnet im heutigen Bad Münstereifeler Stadtgebiet eine der ehemals selbständigen Gemeinden, zu der einschließlich des namengebenden Kirchortes 14 Dörfer gehören. Hier betrieb man spätestens seit dem 16. Jahrhundert Bleierzbergbau. Immer wieder kam der Bergbau zum Erliegen, um dann wieder aufgenommen zu werden, wenn neue Techniken bessere Erträge versprachen. Zuletzt nahm man den Bergbau im Konzessionsfeld „Glücksthal“ im Jahre 1934 wieder auf. Damals errichtete man zwischen Hummerzheim und Soller den Betriebspunkt Klappertshardt. Dieser wurde 1941 wieder aufgegeben.
Bis heute sind zahlreiche Reste des Bergbaus in der Mutscheid noch im Gelände erkennbar.