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Archäologietour Nordeifel am 06. Oktober 2019

Das Bild zeigt den Dreiflügelaltar aus der Stiftskirchen

Das Triptychon aus der Kölner Malerschule, ca. 1440

Vor 1175 Jahren kamen die Reliquien der Heiligen Chrysanthus und Daria nach Münstereifel. Dieses Jubiläum wird in diesem Jahr von der katholischen Pfarrgemeinde gebührend gefeiert. Das war auch der Anlass, die Pfarrkirche am Sonntag, dem 6. Oktober 2019, zur Station der Archäologietour Nordeifel zu machen.

Vor 1175 Jahren kamen die Reliquien der Heiligen Chrysanthus und Daria nach Münstereifel. Dieses Jubiläum wird in diesem Jahr von der katholischen Pfarrgemeinde gebührend gefeiert. Das war auch der Anlass, die Pfarrkirche am Sonntag, dem 6. Oktober 2019, zur Station der Archäologietour Nordeifel zu machen, denn das Datum der Reliquienübertragung, der 25. Oktober 844, ist das erste urkundlich gesicherte Datum zur Geschichte der Pfarrkirche. Alle weiteren Aussagen zu den Anfängen der Kirche stammen aus den Untersuchungen der Archäologen.

1958 bis 1964 wurden von Walter Sölter und Hugo Borger Ausgrabungen durchgeführt. Diese wurden 1984 von Achim Preiß interpretiert. Eine Neubewertung, die zu ganz anderen Feststellungen zur Frühgeschichte der Kirche kommt, wurde 2003 von Elke Nieveler in ihrer Dissertation vorgenommen.

Daher war es etwas Besonderes, dass sie persönlich vor Ort war und gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Schneider, MA, anhand von vorbereiteten Bannern die archäologischen Befunde auf dem aktuellen Stand der Forschung darstellte.

Bei echtem Fritz-Walter-Wetter nutzten neben den fünf Busgruppen der Archäologietour auch sehr viele Einzelbesucherinnen und –besucher, darunter auch Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian mit Familie, dieses besondere Angebot. „Neben den Reliquien haben mich vor allem die liturgischen Gewänder begeistert“, so die Bürgermeisterin.

Es wurde den Interessierten aber noch viel mehr geboten: Hans-Dieter Graf, seine Söhne Ulrich und Christoph hatten gemeinsam mit Bernhard Ohlert den Schrein mit den kostbaren Reliquien im Hochchor der Kirche aufgebaut. Noch mehr Aufmerksamkeit als der Schrein erhielt jedoch die von Hans-Dieter Graf neu gestaltete Schatzkammer. Sie entpuppte sich als das eigentliche Glanzlicht der Bad Münstereifeler Archäologietour-Station.

Von den vielen Kostbarkeiten der Schatzkammer sind an dieser Stelle drei besonders hervorzuheben: Es wurde ein Matronenstein gezeigt, den man bei der Aufnahme eines Altares in der Krypta entdeckt hatte. Weiterhin wurde der wundervolle Dreiflügelaltar aus der Sakristei in die Schatzkammer überführt. Er stammt aus der Kölner Malerschule und zeigt als Altarbild die Kreuzabnahme Christi und auf den Flügeln die Pfarrpatrone St. Chrysanthus und Daria (innen) sowie deren Vorgänger St. Petrus und St. Paulus (außen). Unscheinbar und dennoch wichtig ist der jüngste Zugang zur Sammlung der Schatzkammer: Monika Schmitz stiftete eine Heiligenskulptur, die zuvor in ihrem Privathaus stand und ursprünglich aus der 1811 abgebrochenen Kirche St. Johann Evangelist stammt.

Hans-Dieter Graf plant, die Schatzkammer zukünftig immer sonntags nach dem Hochamt für eine Stunde zu öffnen.

In der Krypta informierte Harald Bongart über die Bedeutung der Reliquienübertragung für die weitere Entwicklung des Klosters und des Ortes Münstereifel.

Ein herzliches Danke-Schön gebührt allen, die zum Gelingen der Archäologietour in Bad Münstereifel beigetragen haben: den Wissenschaftler*innen des Landschaftsverbands Rheinland, Familie Graf, Bernhard Ohlert, Christine Alexa – die eine leckere Kürbissuppe anbot – und den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes.

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