Nutrias in der Erft



In der vergangenen Woche fand ein Abstimmungsgespräch mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Tierschutzverein Mechernich e.V. sowie dem Tierschutz-verein Kall und Umgebung e.V. bei der Bürgermeisterin statt. Es ging den Vereinen um einen sachlichen Austausch zu möglichen Alternativlösungen.
In der Diskussion wurde klar, dass keine andere Lösung als die beschlossene mit dem EU-Recht, das am 16.09.2017 in nationales Recht umgesetzt wurde, vereinbar ist. Auch die Tierschutzvereine mussten feststellen, dass sie keine andere rechts-konforme Lösung anbieten konnten.
Auf die Frage der Bürgermeisterin an die Untere Naturschutzbehörde, was passieren würde, wenn die Stadt Bad Münstereiel den Beschluss nicht umsetzen würde, wurde von der Unteren Naturschutzbehörde klargestellt, dass das Vorgehen dann angeordnet werden müsste, da die Stadt Bad Münstereifel sich als Behörde an die gesetzlichen Regeln halten müsste. Hieran knüpft die Bürgermeisterin an und stellt klar, dass weder ihre persönliche Meinungen noch die der Stadtverordneten hier zur Diskussion stünden, sondern dass es hier um die Handlungsmöglichkeiten einer Behörde ginge. Persönliche Angriffe seien nicht zielführend und das Thema erfordere eine sachliche Gesprächsgrundlage. Zur-zeit könne man froh sein, dass das Anbringen der Gitter die Tiere wahrscheinlich vertrieben hätte und sie hoffe, dass dies auch so bliebe.
 
Derzeit befinden sich die von den Bundesländern gemeinsam erarbeiteten Managementmaßnahmen zu der neuen Gesetzeslage – wie von der EU-Verordnung vorgesehen – in einem öffentlichen Anhörungsverfahren (www.anhoerungsportal.de). Hieran können sich auch die Tierschutzvereine selbst oder die entsprechenden Tierschutzverbände beteiligen.
Bei diesem Anhörungsverfahren werden Anregungen gesammelt und daraus Handlungsempfehlungen zu der neuen Rechtsverordnung erarbeitet.


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