Datenautobahn in Bad Münstereifel: Bald fällt das Tempolimit


Gregor Theißen, Anngret Podschelni, Josef A. Laqua, Bürgermeister Alexander Büttner und Gerd Wolter (v.l.n.r.) bei der Vertragsunterzeichnung
„Das Warten hat auch in Rupperath, Odesheim und Hünkhoven bald ein Ende“, sagte Bad Münstereifels Bürgermeister Alexander Büttner heute bei der Unterzeichnung des zwischenzeitlich vierten Kooperationsvertrages mit der Telekom. „Schon bald fällt auch in die-en Orten das Tempolimit auf der Datenautobahn: Das DSL-Netz wird ausgebaut!“ Sofern die Witterungsverhältnisse es zulassen, sollen bis Frühjahr 2011 alle Leitungen fertig ge-stellt sein und 260 Haushalte Zugang zu dem schnellen Netz haben. Mit bis zu 16.000 Kilobit pro Sekunde können sich dann die Bürgerinnen und Bürger durch das Internet klicken, E-Mails verschicken oder Musik herunterladen.

"Ich freue mich, dass wir mit der Stadt Bad Münstereifel eine gemeinsame Lösung gefun-den haben, nun auch Rupperath, Hünkhoven und Odesheim mit schnellen Breitbandzugängen zu versorgen. Die gute Zusammenarbeit setzt sich fort. Damit sind alle Ampeln auf Zukunft gestellt", sagt Anngret Podschelni, Leiterin für den Vertrieb Wohnungswirtschaft & Kommunen bei der Telekom Deutschland GmbH. „Seit der Einführung der DSL-Technik im deutschen Telefonnetz vor rund zehn Jahren hat die Deutsche Telekom mehr als zehn Mil-liarden Euro in den Breitbandausbau investiert und etwas davon auch in Bad Münstereifel. Jede Stunde wächst das Telekom-Glasfasernetz um eineinhalb Kilometer, allein durch den Ausbau in Bad Münstereifel kommen nun 7 Kilometer hinzu“, ergänzt Anngret Podschelni.


„Damit stärkt Bad Münstereifel seinen Ruf als Vorzeigepartner der DeutschenTelekom. Als wir 2007 den ersten Kooperationsvertrag mit der Stadt Bad Münstereifel geschlossen haben, hatten wir mit dem Breitbandnetz eine Abdeckung von 84 %. Jetzt liegt die Anschlussmöglichkeit bei 99 %. Das ist für eine ländlich strukturierte Kommune mit schwierigen topographischen Verhältnissen eine einmalig gute Quote“, so Anngret Podschelni.

Frau Podschelni lobte die hervorragende Kooperation zwischen ihrem Unternehmen und der Stadt Bad Münstereifel, die nun in den vierten Kooperationsvertrag seit 2007 mündet. „Bürgermeister Alexander Büttner hat wie ein Konzertmeister immer wieder die Verhandlungen zwischen den Beteiligten geführt“, so Frau Podschelni.

Zu verdanken ist diese Erfolgsgeschichte aber auch der offenen und vertrauensvollen Zusammenarbeit von Stadtverwaltung sowie Bürgerschaft mit den für den Breitbandausbau vor Ort verantwortlichen Mitarbeitern der Deutschen Telekom Georg Theißen und Gerd Wolter. 2007 hatte Georg Theißen noch Bedenken, ob wegen der vielen Berge und der langen Strecken, die zurückgelegt werden mussten, der Zeitplan eingehalten werden könne.
Gerd Wolter musste sich als Technikverantwortlicher vor Ort nicht selten in die Wälder schlagen und nach geeigneten Streckenführungen suchen. Er weiß eine gute Zusammen-arbeit mit der Verwaltung ganz besonders zu schätzen. „Es läuft viel reibungsloser, es wurden Türen geöffnet, die uns verschlossen blieben“, so Gerd Wolter.

Gewerbetreibende in der Eifel zu halten, darauf legt Josef A. Laqua, Wirtschaftsförderer der Stadt Bad Münstereifel besonderen Wert. „Heutzutage kann ein leistungsfähiger Internetzugang ausschlaggebend dafür sein, ob ein Standort für Familien oder Unternehmen attraktiv ist“, so Josef A. Laqua. „Deswegen freuen wir uns gemeinsam mit den betreffenden Bürgern und dem engagierten Arbeitskreis sehr, dass sich die Telekom bereit erklärt hat, Bad Münstereifel weiter auszubauen und damit den letzten großen weißen Flecken dieser Art in Bad Münstereifel zu beseitigen“ so Bürgermeister Alexander Büttner. In diesem Jahr werden noch Hohn/Kolvenbach und Esch angeschlossen.
Weil sich der Breitband-Ausbau nicht wirtschaftlich machen ließ, beteiligen sich Bürger und Stadt mit Eigenleistungen an den Investitionen.

Wer einen DSL-Anschluss bucht, braucht einfach nur ein paar Kabel einzustöpseln und schon ist er per Mausklick im Internet. Doch dahinter stecken aufwändige Technik und lange Leitungswege. „Die Leitungen bestanden früher aus Kupferkabeln – dem alten Telefonnetz. Kupferkabel dämpfen das elektrische DSL-Signal jedoch Meter um Meter. Nach ungefähr fünf Kilometern kommt es nur noch als Rauschen an“, so Gerd Wolter. Im Glasfaserkabel werden die Informationen dagegen nahezu verlustfrei als Lichtsignale übertragen. Um den DSL-Ausbau in Bad Münstereifel zu realisieren, müssen Glasfaserkabel bis zu den mit neuer Technik auszustattenden Kabelverzweigern verlegt werden. Von dort reisen die Datenpakete wieder als elektrische Signale über die „letzte Meile“ aus Kupfer bis zum Hausanschluss.


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