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Preußischer Meilenstein in Iversheim renoviert

Das Objekt ist mit seinen rund 180 cm Höhe eher unscheinbar. Man findet es im Bad Münstereifeler Ortsteil Iversheim, wo es an der Ecke der Straßen An der Ley und Euskirchener Straße direkt an der Erft steht. Markant, doch wenig bekannt ist der Stein, der bei Suchfahrten und Orientierungs-Rallyes gerne als Etappenziel genommen wird.

Das Bild zeigt Sabine Preiser-Marian und Helmut Ruß am preußischen Meilenstein in Iversheim

Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian und Vorsitzender Helmut Ruß am Preußischen Meilenstein in Iversheim (Foto: Harald Bongart, Stadt Bad Münstereifel)

Dabei ist der Preußische Meilenstein bedeutend für die Geschichte der Menschen, zumal er der letzte seiner Art im Stadtgebiet von Bad Münstereifel ist. In die Datenbank der Forschungsgruppe Preußische, Mecklen­burgische und Anhaltinische Meilensteine e.V. wurde der Iversheimer Meilenstein bereits vor 2004 aufgenommen, was seinen Stellenwert zusätzlich betont.

Als ab 1839 die Provinzialstraße von Köln nach Trier gebaut wurde, maß man Entfer­nungen noch nicht nach dem Kilo­meter, son­dern nach der Deutschen Meile bzw. Land­meile. Diese maß 7.532,5 Meter – im Begriff der Siebenmeilen-Stiefel ist die Deutsche Meile noch in einigen Märchen präsent.

Da der Iversheimer Meilenstein aus hellem Sandstein gefertigt ist, ist er anfällig für Umwelt- und Witterungseinflüsse. Nach einer ersten Restaurierung, die der Förderkreis für Denkmalpflege in der Stadt Bad Münstereifel e.V. 1987 durchführte, bestand für den Meilenstein zuletzt erneut Renovierungs­be­darf. Der 2003 gegründete Dorf-Verschönerungsverein Iversheim e.V. (DVI) ergriff die Initiative. Nachdem der DVI bereits im Jahr 2019 über die von der Landes­regierung aufgelegte För­derkulisse Heimat-Scheck die Reno­vierung des Susannen­kreuzes realisieren konnte, wurde dem DVI nun erneut eine Förderung bewilligt. 2.000,00 € (= rund 60% der benötigten Geldmittel) konnten über den Heimat-Scheck abgedeckt werden, die noch fehlenden Gel­der warb der DVI ein, wobei die Volksbank Euskirchen das Projekt mit 1.000,00 € förderte.

Nachdem Peter Strunk (Natursteine Strunk) die Steinmetzarbeiten ausführte, wurde der Stein in Abstimmung mit der Oberen und Unteren Denkmalbehörde wieder am angestammten Platz aufgestellt.

In einem gemeinsamen Pressetermin stellten Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian und Helmut Ruß (Vorsitzender des DVI) am 29. Januar 2020 den renovierten Meilenstein nun der Öffentlichkeit vor.

In ihrer Ansprache würdigte die Bürger­meisterin die Bedeutung des Iversheimer Meilensteins als steinernes Zeugnis der ersten verkehrstechnischen Erschließung der Eifel. Gleichzeitig dankte sie dem DVI für sein vorbildliches bürgerschaftliches Engagement. Bekanntlich betreut der DVI seit rund 15 Jahren auch die Römische Kalkbrennerei Iversheim und macht so dieses überragende Bodendenkmal für Besucherinnen und Besucher zugänglich.

Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian betonte, wie wichtig es ist, die Denkmal­pflege möglichst breit zu positionieren. Neben der behördlichen Denkmalpflege kommt dem bürgerschaftlichen Engage­ment eine hohe Bedeutung zu. Sie freute sich, dass die Stadt Bad Münstereifel und der DVI stets vertrauensvoll und partnerschaftlich miteinander agieren.

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