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Römische Kalkbrennerei auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe

Große Dinge werfen bekanntlich ihren Schatten voraus: Am Donnerstag, dem 09. Januar 2020, reichten die Niederlande sowie die beiden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in Paris den Antrag für die Aufnahme des Nieder­germanischen Limes in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes ein.

Das Bild zeigt das Interview des WDR in der Kalkbrennerei

Redakteurin Yvonne Peterwerth (links) im Gespräch mit Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian (rechts). In der Bildmitte Helmut Ruß (Foto: Carmen Haltenhof, Stadt Bad Münstereifel)

Der Niedergermanische Limes, der auch Der Nasse Limes genannt wird, schützte in der Zeit des Römischen Reiches die römischen Provinzen links des Rheins vor Angriffen der rechtsrheinischen Germanen­stämme. Zu diesem Zweck hatten die Römer entlang des Rheins Signalstationen und befestigte Lager angelegt. Für deren Bau benötigten sie vor allem Kalk. Und hier kommt der Bad Münstereifeler Ortsteil Iversheim ins Spiel. Spätestens um 100 n.Chr. waren dort, wo in der Frankenzeit der 871 erstmals erwähnte Ort Iversheim entstehen sollte, mehrere Anlagen errichtet worden, in denen die Römer Kalk brannten.

Sollte der Niedergermanische Limes in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufge­nommen werden, so wäre die Römische Kalkbrennerei in jedem Fall mit dabei.

Für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) war das Anlass genug, am Mittwoch, dem 8. Januar 2020, im Rahmen der Hier und Heute-Sendung gleich zwei Live-Schal­tungen in die Römische Kalkbren­nerei zu machen. Für die Live-Schaltungen hatte das WDR-Team um Redakteurin Yvonne Peterwerth sich kompetente Gesprächs­partner*innen eingeladen.

Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian hob die Bedeutung der Römischen Kalkbren­nerei hervor. Sie stellte heraus, dass die Anlage seit nunmehr 50 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich ist und seit 15 Jahren vom Dorfverschönerungsverein Iversheim betreut wird, wofür dem Dorf­verschönerungsverein besondere Anerken­nung gebührt. Wichtig war der Bürger­meisterin auch unter dem Aspekt der Umweltfreundlichkeit der Hinweis auf die Erreichbarkeit des bedeutenden Boden­denkmals mit öffentlichen Verkehrs­mitteln.

Helmut Ruß wurde in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Dorfverschönerungs­vereins Iversheim sowie als Gästeführer in der Kalkbrennerei interviewt. Er erläuterte die Anlage auch anhand eines von Heinz Zanger gebauten Modells. Als besondere Aktion zeigte er das Ablöschen des gebrannten Kalksteins.

Für den Landschaftsverband Rheinland erläuterte der Archäologe Steve Bödecker, MA, das Verfahren der Antragstellung. Frühestens im Jahr 2021 ist mit einer – hoffentlich positiven – Entscheidung zu rechnen. Sobald es so weit sein wird, wird die Römische Kalkbrennerei Iversheim erneut Station der Archäologietour Nord­eifel sein. Bei der ersten Archäologietour 2007 war sie – ihrer Bedeutung ange­messen – bereits Zielort.

Am 5. April dieses Jahres wird die Römische Kalkbrennerei wieder dabei sein, wenn die Nordeifel Tourismus GmbH dazu einlädt Zu Gast in der eigenen Heimat zu sein. Regulär öffnet die Römische Kalk­brennerei Iversheim dann wieder in der Zeit vom 1. Mai bis zum 31. Oktober jeweils samstags, sonntags und feiertags. Außer­halb der Öffnungszeiten sind Führungen nach Vereinbarung möglich.

Auskunft unter 02253.542244 bzw. touristinfo[at]@bad-muenstereifel.de.

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