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Gedenkveranstaltung am 28. Juli vor dem Rathaus

Am Mittwoch, 28. Juli, fand vor dem Rathaus eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Flutkatastrophe statt.

Hier finden Sie ein Video der Ansprache der Bürgermeisterin...

Die Ansprache im Wortlaut:

Ansprache der Bürgermeisterin am 28.07.2021 vor dem Rathaus in Bad Münstereifel

Liebe Münstereifler*innen, liebe Helfer*innen,

für mich ist es ein schwerer Schritt, heute hier zu stehen und zu Ihnen zu sprechen.

Am 14. Juli 2021 veränderte sich die Welt für unzählige Menschen in unserem Land und speziell auch in unserer Stadt komplett. Eine verheerende Flut ergoss sich über Schönau, Eicherscheid, Gilsdorf, Hohn, Kolvenbach, die Kernstadt, Iversheim und Arloff und auch die anderen Ortsteile waren von einem Moment auf den anderen ohne Strom, ohne Wasser oder ohne Erreichbarkeit.

Innerhalb von Minuten liefen Keller voll, Häuser standen komplett unter Wasser, wurden unterspült oder sogar weggespült.

Zahlreiche Häuser dürfen seitdem nicht mehr betreten werden, sind, sofern noch nicht eingestürzt, einsturzgefährdet.

Unsere öffentliche Infrastruktur, zahlreiche Brücken, Straßen und Gebäude, sind in weiten Teilen zerstört.

Sie als Privatpersonen, Geschäftsleute, Handwerksbetriebe, Landwirte, die Kirchen aber auch die Kommunen selbst - also Alle sind betroffen.

26 Todesfälle sind kreisweit zu beklagen, 5 Tote wurden im Stadtgebiet Bad Münstereifel gefunden, davon wohnten 2 der Toten in Arloff und Iversheim. Wir haben sie gestern und heute beerdigt. Für alle die sie kannten ein trauriger Moment.

Verluste, die man mit Geld nicht wieder gut machen kann.

Wir trauern mit den Hinterbliebenen um den Verlust eines geliebten Menschen, wir sind in Gedanken bei ihnen.

In all dem Elend gibt es unter uns, in unserer Gemeinschaft unmittelbar unfassbare Hilfsbereitschaft und Hilfsangebote. Der Zusammenhalt ist groß.

Mein Dank gilt daher von ganzem Herzen:

den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Münstereifel, obwohl sie zum Teil selbst betroffen waren, sowie zahlreichen anderen Feuerwehren die Zuhilfe eilten,

den örtlichen Landwirten und Bauern für deren unermüdlichen Räumeinsatz mit Baggern, LKW und Traktoren,

dem DRK, dem THW, der schnellen und unbürokratischen Hilfe zahlreicher Einheiten der Bundeswehr unter der Leitung derer Generäle, der Notärztin und den sie unterstützenden Ärzten und Apothekern,

der Bundes- und Landespolizei sowie der örtlichen Polizei,

der Notfallseelsorge der katholischen und evangelischen Kirche, den Legionären Christi für die sofortige Lebensmittelversorgung durch zahlreiche Schüler und der Menoniten-Gemeinde,

den Energieversorgern für ihre Kooperation, den Fachfirmen und Handwerkern, der Politik und zahlreichen Ehrenamtlern für die parteiübergreifende Koordination in den Ortsteilen,

der Mitarbeiterschaft der Verwaltung und zahlreichen weiteren, die in irgendeiner Form ihre Unterstützung geleistet haben.

In ganz besonderem Maße danke ich auch den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern – vor allem den vielen jungen Menschen - für den Einsatz ihrer Hände und die überbordende Anzahl an Hilfsgütern.

Auch viele Bürgermeister aus allen Teilen der Region wie z.B. aus Geestland, Bad Wörishofen, Bad Lippspringe und Brilon – unsere befreundeten Kneipp-Kurorte haben Spenden gesammelt oder stadteigenes Personal gestellt, wie auch die benachbarte Kommunen Blankenheim und Nettersheim.

Heute vor zwei Wochen um genau 18:26 Uhr hörte die Uhr am Bahnhof auf zu schlagen. Die Hochwassersituation hatte ihren Höhepunkt erreicht. Die gesamte Erftschiene, das Herz unserer Stadt wurde förmlich auseinander gerissen.

In Gedenken an diesen schrecklichen Moment und den damit verbundenen Verlusten bitte ich Sie jetzt gemeinsam mit mir eine Minute innezuhalten

Schweigeminute

Vielen Dank!

Bevor gleich die Glocken zum Abschluss läuten werden, lassen Sie uns noch gemeinsam das Vaterunser beten.

Gebet

 

 

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