Durch die Flutkatastrophe im Juli 2021 wurde der Friedhof Bad Münstereifel, der direkt neben der Erft liegt, massiv beschädigt. Die Gräber wurden unter Beachtung der Totenruhe weitestgehend wiederhergestellt. Voraussichtlich im März beginnt die Sanierung der übrigen Friedhofsanlage. Ein genauer Starttermin liegt noch nicht vor. Während der Sanierung kann es zur zeitweisen Sperrung verschiedener Friedhofsbereiche kommen. Bestattungen werden weiterhin möglich sein.
Zurzeit werden vorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Leider muss im Rahmen der Arbeiten auch eine besonders schöne und alte Rotbuche, die vielen Besucherinnen und Besuchern sehr am Herzen liegt, entfernt werden. Bei der Begutachtung der Bäume auf dem Friedhof hat der zertifizierte Baumkontrolleur einen starken Befall mit dem sogenannten Riesenporling festgestellt. Der oberirdische Fruchtkörper des Pilzes wurde bereits vor einiger Zeit entfernt. Der Riesenporling greift die Wurzeln an, sodass die Erkrankung äußerlich nicht unbedingt sichtbar ist. Durch die Schädigung der Wurzeln wird allerdings die Standfestigkeit des Baumes erheblich beeinträchtigt. Ein unerwartetes Umstürzen des Baumes kann nicht ausgeschlossen werden. Wirksame Maßnahmen zum Erhalt der Rotbuche sind leider nicht gegeben.
Die Stadt Bad Münstereifel ist stolz auf ihren prägenden Baumbestand und stets bemüht, Bäume zu erhalten. In diesem Fall ist dies um Schutz aller Friedhofsbesucherinnen und -besucher leider nicht mehr verantwortbar. Die Pflanzung eines neuen Baumes ist vorgesehen. Da sich am Standort der Rotbuche jedoch Sporen des Riesenporlings im Boden befinden, muss dafür ein anderer geeigneter Standort gefunden werden.
In den vergangenen Tagen mussten durch den Bauhof bereits einige Bäume entfernt werden, da sie Fäulnis aufwiesen. Die entsprechenden Flächen werden im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wiederhergestellt.