Denkmalschutz und -Pflege


Informationen für Bürger/innen Eigentümer/innen und andere Nutzungsberechtigte im Stadtkern von Bad Münstereifel

1. Denkmalbereichsatzung

In Bad Münstereifel gibt es derzeit über 360 Baudenkmäler, wobei der Großteil innerhalb der Kernstadt liegt.
Um das historische Ortsbild der Kernstadt zu erhalten, wurde bereits im Jahr 1982 vom Rat der Stadt Bad Münstereifel eine Denkmalbereichssatzung erlassen. Eine Erweiterung des Geltungsbereiches erfolgte 2004. Der Übersichtsplan ist nachfolgend beigefügt.

Seit Inkrafttreten dieser Satzung unterliegt der Denkmalbereich den Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NRW) NRW.
Dies hat insbesondere zur Folge, dass nicht nur Maßnahmen an eingetragenen Baudenkmälern der Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde (Stadt Bad Münstereifel) bedürfen, sondern generell auch Maßnahmen im Denkmalbereich, die Auswirkungen auf das Erscheinungsbild haben.

2. Gestaltungssatzung

Im Jahr 1986 wurde in der Innenstadt eine Gestaltungssatzung erlassen, deren Geltungsbereich dem beigefügten Plan zu entnehmen ist. Diese regelt Fragen zur äußeren Gestaltung von Gebäude wie z. B. Verwendung bestimmter Materialien, Farben, Fenster- und Türformate, Dachform, Dacheindeckung, Dachgauben sowie insbesondere zur Gestaltung und Anbringung von Werbeanlagen.
Gleichzeitig unterwirft diese Satzung verschiedene Maßnahmen unabhängig von den genehmigungsrechtlichen Vorschriften der Bauordnung NRW einer Baugenehmigungspflicht.

Diese beiden Satzungen sind immer noch gültig und werden angewendet.

Das bedeutet aber auch für die Bürger, Hauseigentümer, Mieter und Pächter, dass alle Maßnahmen am äußeren der Gebäude erlaubnispflichtig sind und vor Ausführung bei der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Bad Münstereifel zu beantragen sind.

Im Rahmen des Verfahrens wird der Landschaftsverband Rheinland (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland) beteiligt und in allen Bereichen der Denkmalpflege findet eine enge Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalbehörde statt.

Aus dem Denkmalschutzgesetz sowie aus den beiden Satzungen ergeben sich nicht nur Pflichten sondern auch Rechte.
So kann gemäß § 40 DSchG der Eigentümer für Baudenkmäler, die in der Denkmalliste eingetragen sind, Bescheinigungen für Steuervergünstigen (erhöhte Absetzungen erlangen), die von der Unteren Denkmalbehörde im Benehmen mit dem LVR ausgestellt werden.
Detaillierte Informationen können der Broschüre „Steuertipps für Denkmaleigentümer“ entnommen und im Internet als pdf-Datei abgerufen werden. Diese finden Sie auf der Seite des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen unter der Rubrik „Stadtentwicklung“  „Denkmalschutz“  weiterführende Informationen.

http://www.mbwsv.nrw.de/stadtentwicklung/_pdf_container/Brosch_SteuertippsDenkmal_09.pdf

3. Sanierungssatzung

Des Weiteren gibt es auch eine Sanierungssatzung in der Kernstadt. Diese Satzung ist für die Eigentümer interessant, deren Gebäude innerhalb des Sanierungsgebietes liegen und das Gebäude selbst kein Baudenkmal ist. Wenn umfangreiche Sanierungsmaßnahmen geplant sind, können Sanierungsverträge abgeschlossen werden. Dadurch erhalten die Eigentümer ähnliche steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten wie bei einem Baudenkmal.

Alle drei o. g. Satzungen können auf der Homepage der Stadt  unter nachfolgenden Link (Nr. 6.1 Gestaltungssatzung, 6.9 Denkmalbereichssatzung und 6.10 Sanierungssatzung) eingesehen werden.
http://www.bad-muenstereifel.de/seiten/buergerservice/rathaus_online/Ortsrecht.php
 

4. Fördermöglichkeiten und Zuschüsse

Derzeit gibt es leider keine direkten Zuschüsse bzw. Denkmalförderprogramme.
Das System der nordrhein-westfälischen Denkmalförderung ist seit Oktober 2013 in weiten Bereichen von der klassischen Zuschuss-Förderung auf eine Kredit-Förderung (Darlehensbasis) umgestellt.
Zwei neue Förderprogramme in Form von zinsgünstigen Darlehen stehen zur Verfügung.
Jetzt können nicht nur denkmalgeschützte Objekte, sondern auch andere instand zu setzende Gebäude mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz, gefördert werden. Damit ist die Darlehensförderung deutlich weitreichender als die bisherige Zuschussförderung. Unter nachfolgenden Link auf der Internetseite der Landesregierung können Sie detaillierte Informationen abrufen:

http://www.nrw.de/landesregierung/neuausrichtung-der-denkmalfoerderung-60-millionen-euro-foerderung-auf-darlehensbasis-und-4-12-millionen-euro-zuschuesse-14693/
 

Im Vorfeld von Bautätigkeiten, Errichtung von Werbeanlagen oder sonstigen Veränderungen am Äußeren des Gebäudes, bitten wir, sich mit der Unteren Denkmalbehörde in Verbindung zu setzen und die gewünschten Maßnahmen abzustimmen.






Auskünfte und weiteren Informationen erhalten Sie bei der Stadtverwaltung Bad Münstereifel, Untere Denkmalbehörde, Rathaus Marktstraße 11,53902 Bad Münstereifel, Zimmer 26
Ansprechpartnerinnen sind Frau Schröder (Tel. 02253/505-178) und Frau Lanzerath (Tel. 02253/505-267) Email: a.schroeder@bad-muestereifel.de,  m.lanzerath@bad-muenstereifel.de





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