Houverath


HOUVERATH, ehemalige Gemeinde Houverath
367 m über NN
689 Einwohner (Stand: 31.12.2014)
Pfarrkirche St. Thomas (Festtag: 21. Dezember)

1190 wird der Ort Houverath erstmals urkundlich erwähnt. Er war damals bereits seit drei Generationen im Besitz der Grafen von Vianden. Deren Besitz ist rund 200 Jahre später im Eigentum der Grafen von Blankenheim, die bis zum Einmarsch der Franzosen ins Rheinland (1794) die Landeshoheit über Houverath ausüben.
Gemeinsam mit Limbach bildete Houverath einen Gerichtsbezirk.

Von 1816 bis 1969 war Houverath eine selbständige Gemeinde, zu der auch die Ortschaften Eichen, Lanzerath, Limbach, Maulbach, Scheuren und Wald gehörten.

Seit 1969 ist Houverath ein Ortsteil von Bad Münstereifel.

Der Ortsname Houverath überlagerte den Namen des alten Siedlungskerns um die alte Kirche, der im Mittelalter Obersahr hieß – in Abgrenzung zu den ebenfalls am Sahrbach gelegenen Orten Burgsahr und Kirchsahr. Die Kirche in Obersahr wird im Liber valoris um 1300 bereits als Pfarrkirche genannt. Ursprünglich soll sie eine Marienkirche gewesen sein.
1611 soll sie dem Apostel Thomas geweiht worden sein, der aber bereits im 15. Jahrhundert ein Nebenpatron gewesen sein könnte, wie die Thomasglocke aus dem Jahr 1495 nahe legt.
Diese vermutete Neuweihe von 1611 fällt zeitlich zusammen mit der Rückkehr der Houverather zum Katholizismus.
In der Grafschaft Blankenheim hatte es den Versuch gegeben, das Lutheranertum einzuführen, doch kehrte man anfangs des 17. Jahrhunderts wieder zum katholischen Glauben zurück.
Die alte Kirche im Sahrbachtal geht in ihren ältesten Teilen vermutlich auf das 12. Jahrhundert zurück.
Im 15. Jahrhundert wurde sie umgebaut und 1764 restauriert und nach Westen verlängert. Umfangreiche Instandsetzung 1935.
Die neuromanische Pfarrkirche St. Thomas wurde 1913 errichtet und von 1969 bis 1971 restauriert.
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