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Effelsberg
EFFELSBERG, ehemalige Gemeinde Effelsberg
169 Einwohner (Stand: 01.01.2008)
Pfarrkirche St. Stephanus (Festtag: 26. Dezember)
Im Güterverzeichnis der Abtei Prüm ist Effelsberg im Jahr 893 schriftlich zum ersten Mal erwähnt. Später waren hier zeitweise die Herren von Staleburc (Stolberg bei Aachen) begütert.
Seit dem 13. Jahrhundert gehörte Effelsberg den Grafen und späteren Herzögen von Jülich, die es in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts an die Herren von Orsbeck verpfändeten. Das Effelsberger Gericht wurde bei der Überprüfung der Gerichte in den Herzogtümern Jülich und Berg (1554/55) an das Gericht Münstereifel verwiesen.
Die Effelsberger Schöffen übten bis zur Franzosenzeit nur noch Notariats- und Katasteraufgaben aus. Von den Gerichten im Rheinland besaßen die Schöffen von Effelsberg das mit Abstand kurioseste Schöffensiegel.
Von 1816 bis 1969 bildete Effelsberg gemeinsam mit Holzem, Lethert, Neichen und Scheuerheck eine selbständige Gemeinde; seit 1969 ist der Ort ein Stadtteil von Bad Münstereifel.
Die Kirche wird 1222 im Kommentar zum Prümer Urbar zum ersten Mal erwähnt. Sie war bis 1694 eine Filiale von St. Martin in Kirchsahr, die ihrerseits vom Stift St. Chrysanthus und Daria in Münstereifel abhängig war.
Der Kirchenneubau stammt aus den Jahren 1881 – 1883; der Vorgängerbau stand auf dem Areal des Friedhofes und wurde 1886 abgerissen. Für den Neubau des Pfarrhauses, welches 1784 vom Cradenbacher Hof nach Effelsberg verlegt worden war, sorgte 1842 Pfarrer Michael Joseph Zinken.
Das Radioteleskop Effelsberg wurde 1971 in Betrieb genommen. Es war damals das weltweit größte mit einem frei drehbaren Spiegel, dessen Durchmesser 100 Meter beträgt. Gegenwärtig wird auf dem Arreal ein LOFAR-System errichtet, das mit anderen Radioteleskopen in Europa vernetzt werden soll.
169 Einwohner (Stand: 01.01.2008)
Pfarrkirche St. Stephanus (Festtag: 26. Dezember)
Im Güterverzeichnis der Abtei Prüm ist Effelsberg im Jahr 893 schriftlich zum ersten Mal erwähnt. Später waren hier zeitweise die Herren von Staleburc (Stolberg bei Aachen) begütert.
Seit dem 13. Jahrhundert gehörte Effelsberg den Grafen und späteren Herzögen von Jülich, die es in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts an die Herren von Orsbeck verpfändeten. Das Effelsberger Gericht wurde bei der Überprüfung der Gerichte in den Herzogtümern Jülich und Berg (1554/55) an das Gericht Münstereifel verwiesen.
Die Effelsberger Schöffen übten bis zur Franzosenzeit nur noch Notariats- und Katasteraufgaben aus. Von den Gerichten im Rheinland besaßen die Schöffen von Effelsberg das mit Abstand kurioseste Schöffensiegel.
Von 1816 bis 1969 bildete Effelsberg gemeinsam mit Holzem, Lethert, Neichen und Scheuerheck eine selbständige Gemeinde; seit 1969 ist der Ort ein Stadtteil von Bad Münstereifel.
Die Kirche wird 1222 im Kommentar zum Prümer Urbar zum ersten Mal erwähnt. Sie war bis 1694 eine Filiale von St. Martin in Kirchsahr, die ihrerseits vom Stift St. Chrysanthus und Daria in Münstereifel abhängig war.
Der Kirchenneubau stammt aus den Jahren 1881 – 1883; der Vorgängerbau stand auf dem Areal des Friedhofes und wurde 1886 abgerissen. Für den Neubau des Pfarrhauses, welches 1784 vom Cradenbacher Hof nach Effelsberg verlegt worden war, sorgte 1842 Pfarrer Michael Joseph Zinken.
Das Radioteleskop Effelsberg wurde 1971 in Betrieb genommen. Es war damals das weltweit größte mit einem frei drehbaren Spiegel, dessen Durchmesser 100 Meter beträgt. Gegenwärtig wird auf dem Arreal ein LOFAR-System errichtet, das mit anderen Radioteleskopen in Europa vernetzt werden soll.





