Verleihung der Ehrenamtspreise des Bürgermeisters 2012



Auch in diesem Jahr überreichte Bürgermeister Alexander Büttner erneut den Eh-renamtspreis des Bürgermeisters für bürgerschaftliches und ehrenamtliches Enga-gement im Sinne der Bürgerstadt Bad Münstereifel an vier Bürger unserer Stadt. Der Ehrenamtspreis dient als Zeichen der Anerkennung und ist mit einem finanziel-len Zuschuss aus den Verfügungsmitteln des Bürgermeisters zur Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit verbunden.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr:
  • Alfred Himburg, Kalkar
  • Manfred Pfenning, Vorsitzender des Fördervereins Naturschutzstation Bad Münstereifel e.V.
  • Wolfgang Kirsch, Bad Münstereifel
  • Wolfhard Lorenz, Nitterscheid


Bürgermeister Alexander Büttner mit den EhrenamtsPreisträgernBürgermeister Alexander Büttner mit den Preisträgern

Herr Alfred Himburg

Alfred Himburg war lange Jahre Vorsit-zender des inzwischen aufgelösten Fuß-ballvereins SV Cicero Kalkar und hat sich damals sehr für den Verein und die Unter-haltung des Sportplatzes Kölner Straße engagiert.

Alle, die sich auf den Karnevalsbühnen aufhalten, kennen zudem Herrn Himburg als aktiven Karnevalisten der Interessengemeinschaft Kalkarer Karneval. 2004 schmückte er als Bauer das Dreigestirn in Kalkar.

Insbesondere auf seine Initiative wurde 2006 der "Kinderspielplatz Dorfgemein-schaft Kalkar 2006 e. V." gegründet mit dem Ziel der Errichtung eines Kinderspiel- und Bolzplatzes in Kalkar. Das Grundstück wurde von der katholischen Kirchenge-meinde St. Bartholomäus Kirspenich gepachtet.

2007 ging dann ein lang gehegter Wunsch der Dorfgemeinschaft Kalkar in Erfüllung. Unter der Leitung von Alfred Himburg hatten zupackende Frauen und Männer in privater Initiative einen Spiel- und Bolz-platz für die Kinder aus Kalkar errichtet. Die Finanzierung der Spielgeräte und der Einfriedung erfolgte ohne Zuschüsse der Nothaushaltskommune Bad Münstereifel ausschließlich aus Spenden und Einnah-men aus eigenen Veranstaltungen. Der Verein unterhält den Spielplatz seither ehrenamtlich und trägt hierfür auch alleine und auf eigene Kosten die Verantwortung und Verkehrssicherheitspflicht. Alleine für die Qualifizierung der Person, die die Platzkontrollen ausübt, entstehen dem Verein schon Kosten von rund 600 €.

Dieses herausgehobene Engagement der Dorfgemeinschaft Kalkar, das – so be-haupte ich – ohne Herrn Himburg nicht so tatkräftig und dauerhaft zustande gekom-men wäre, steht stellvertretend für viele Pflegepaten aus dem gesamten Stadtgebiet, die sich für den Erhalt ihrer örtlichen Infrastruktur einsetzen.

Herrn Alfred Himburg, der hier als Vorbild fungierte, gilt mein ganz besonderer Dank, den ich heute mit der Verleihung des Eh-renamtspreises würdigen möchte.

Herr Manfred Pfenning, Vorsitzender des Fördervereins Naturschutzstation Bad Münstereifel e.V.
Die ehemalige Tongrube zwischen Antweiler und Kalkar ist ein kleines Paradies in-mitten einer Landschaft mit vielen Feldern. Rund um die ehemalige „Grube Toni“ ha-ben sich viele Vögel und Insekten ange-siedelt. Man findet dort auch etliche bota-nische Raritäten. Anfang der 1990er Jahre war dies Grund genug, dort eine Umwelt-station einzurichten. Die frühere Verlade-station wurde zu einem Seminarhaus. Es wurde ein Trägerverein gegründet, der später in einen Förderverein umgewandelt wurde. Herr Manfred Pfenning ist seit 2009 Vorsitzender dieses Fördervereins, dem Förderverein Naturschutzstation Bad Münstereifel e.V. im Teichmann-Haus der „Grube Toni“ in Kalkar.

Eines der arbeitsreichsten Projekte des Fördervereins sind sicherlich die Ferienaktionen für Kinder in den Oster-, Sommer- und Herbstferien. Diese Ferienaktionen organisiert und betreibt Herr Pfenning äu-ßerst erfolgreich. Die Ferienaktionen brau-chen schon gar nicht mehr beworben zu werden. Die Plätze sind bereits immer nach kürzester Zeit vergeben. Wer selber Kinder hat oder Aktionen mit Kindern ges-taltet, weiß, dass Kinder immer beschäftigt werden möchten, sie sind immer aktiv und wissenshungrig. Wenn die Ferienaktionen bereits nach kürzester Zeit ausgebucht sind, dann spricht das für ein sehr attrakti-ves, abwechslungsreiches und interessantes Angebot, das Herr Pfenning mit seinen Mitstreitern in der Naturschutzstation vorhält.

Die Überschüsse dieser Ferienaktionen werden insbesondere in notwendige An-schaffungen für die Naturschutzstation investiert. So kommen die erzielten Ein-nahmen immer wieder der Naturschutzstation und somit dem städtischen Eigentum zu Gute. Hierfür an dieser Stelle schon einmal vorab vielen Dank!

Neben diesen Ferienaktionen bietet der Förderverein auch Angebote für Vereine, Kindergärten aber auch für Privatpersonen zu Exkursionen in Flora und Fauna der näheren Umgebung an. Gewässerseminare, „Rollende Waldschule“, Walderlebnis-wanderungen sind nur einige Beispiele aus dem umfangreichen Angebot, das der Verein vorhält. Die Teiche und die Umge-bung der ehemaligen Tongrube sind ein guter Lebensraum für Schwarzkehlchen, Neuntöter und Uferschwalben. Hier gibt es immer etwas Interessantes und nicht All-tägliches zu entdecken und vorzuzeigen. So finden Sie z.B. im Sand der ehemaligen Tongrube den Cincindela campestris, den vom Aussterben bedrohten Feld-Sandlaufkäfer.

Als engagierter Vorsitzender des Förder-vereins kümmert sich Herr Pfenning mit weiteren Mitgliedern in besonderer Weise ebenfalls um die anstehenden Natur-schutz- und Landschaftspflegemaßnahmen in der „Grube Toni“.

Nicht vernachlässigen in meiner Rede möchte ich aber auch die umfangreiche Vereinsarbeit, die Sie als Vorsitzender des Fördervereins leisten.

Als Jagdpächter dieses Gebietes ist es Ihnen gelungen, die Interessen von Landschaftsschutz, Forstwirtschaft und den jagdlichen Belangen in Einklang zu brin-gen.

Für Ihr Engagement, Herr Pfenning, insbesondere für die Kinder aber auch für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Gäste der Stadt Bad Münstereifel, möchte ich mich heute mit dem Ehrenamtspreis des Bürgermeisters ganz herzlich bedanken. Ich hoffe, dass Sie Ihre Arbeit noch lange für unsere Kinder fortführen werden. Es ist ein Angebot, das seines Gleichen sucht. Vielen Dank!

Herr Wolfgang Kirsch

Wolfgang Kirsch ist seit 2003 Bad Müns-tereifeler Bürger. In der doch erst kurzen Zeit als Bad Münstereifeler Bürger hat er schon viel ehrenamtliches Engagement gezeigt.

Er hat seinerzeit an der Zukunftswerkstatt (am 24. und 25. Oktober 2008) teilgenommen und in der dort gebildeten Arbeitsgruppe "Kultiviert" mitgearbeitet. Aus dieser Arbeitsgruppe heraus hat sich der Geschichts- und Kulturverein "Zwentibolds Erben" gebildet, zu dessen Gründungsmitgliedern Herr Kirsch gehörte.

Seit 2009 engagiert er sich auch im Hürten-Heimatmuseum und ist seit dem
10. Januar 2011 Mitglied im Verein der Freunde und Förderer des Hürten-Heimatmuseums der Stadt Bad Münstereifel e. V..

Seit Januar 2011 hat Herr Kirsch mit seinen Mitstreitern die Öffnung des Romanischen Hauses/Hürten Heimatmuseums sichergestellt und die von der Stadt durch-geführten Brandschutzarbeiten seitens des Vereins begleitet. Während dieser Zeit hat er nicht nur eine umfangreiche Inventur mit fotografischer und digitaler Erfassung aller Ausstellungsstücke durchgeführt, sondern im Romanischen Haus in vielerlei Hinsicht und im wahrsten Wortsinn Berge versetzt. Die Weiterentwicklung dieses Museums im ältesten Wohnhaus des Rheinlandes ist sein „Baby“.

Im Jahr 2010 hat Herr Kirsch unter dem Dach des Kultur- und Geschichtsvereins „Zwentibolds Erben“ den 1. Bad Münstereifeler Krippenweg entwickelt und in der Adventszeit in Bad Münstereifeler Geschäften und Ladenlokalen präsentiert. Diese neue touristische Attraktion in Bad Münstereifel fand in den Medien eine auch überregionale Resonanz und hat viele interessierte Besucher nach Bad Münstereifel gelockt.

Im Jahr 2011 hat Herr Kirsch den 2. Bad Münstereifeler Krippenweg ergänzt um eine Krippenausstellung im Romanischen Haus organisiert und durchgeführt.

In diesem Jahr läuft die 3. Auflage des Krippenweges, erneut mit Krippenausstellung im Romanischen Haus.

Auch im Rahmen der Archäologietour im Oktober 2011 war Herr Kirsch aktiv. Er bereitete die Präsentation der "Alten Burg im Quecken" vor und konnte dort bei herrlichem Herbstwetter über 500 Besucher zählen.

Dieser kurze Abriss seiner Bad Münstereifeler Vita macht deutlich, dass sich Herr Kirsch bereits als „Neubürger“ sehr schnell ehrenamtlich engagiert hat und dies sehr intensiv und aktiv tut. Insbesondere als Dank für seine Hilfe und Unterstützung im

Hürten-Heimatmuseum aber auch für sei-ne sonstige ehrenamtliche Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gäste von Bad Münstereifel möchte ich ihm mit dem Ehrenamtspreis des Bürgermeisters Danke sagen.

Herr Wolfhard Lorenz

Wolfhard Lorenz war lange Jahre Mitglied des Kreistages in Euskirchen und über viele Jahre hinweg Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Bad Münstereifel. Heute noch ist er Mitglied in der Senioren Union.

Aber nicht nur auf politischer Ebene war und ist es sehr aktiv. Wolfhard Lorenz hatte maßgeblichen Anteil an der Eröffnung des Robert-Esser-Handwebmuseums in Rupperath im Juni 2006. Er war der "Brü-ckenbauer" zwischen dem kantigen Robert Esser, der Stadtverwaltung und dem Betreiber Alte Schule Rupperath e. V.. Herr Lorenz hat gemeinsam mit Herrn Os-kar Ferber die Museumsabteilung des Betreibervereins gegründet; der Verein selbst ist für sein ehrenamtliches Enga-gement bereits 2008 mit dem Ehrenamts-preis des Bürgermeisters ausgezeichnet worden.

Aber auch sonst ist Wolfhard Lorenz ein noch sehr aktiver Mensch.
Fährt man heute von Schönau nach Esch, so trifft man an der Wasserscheide auf einen Kreisel, den es – so möchte ich einmal behaupten –  nicht geben würde, wenn sich Herr Lorenz nicht so intensiv dafür eingesetzt hätte. Ausgelöst durch mehrere tödliche Motorradunfälle und an-schließend durch die Beratungen in den politischen Gremien der Stadt Bad Müns-tereifel hat er gemeinsam mit dem Leiter des Landesbetriebs Straßen NRW, Herrn Klein, den Bau des Kreisels an der Was-serscheide auf den Weg gebracht. Als Ingenieur brachte er die entsprechenden Fachkenntnisse mit, um die Planung des Kreisverkehrs ehrenamtlich zu überneh-men. Aber damit noch nicht genug. Auch für die Gestaltung setzte sich Wolfhard Lorenz ein.

Auch bei der jüngst erfolgten Gestaltung des Kreisels in Eicherscheid stand er der Dorfbevölkerung wieder mit seinem fachli-chen Rat zur Seite. Und – wie könnte es auch anders sein – bei der 2013 anste-henden Gestaltung des Kreisel bei Nöthen hat  er ebenfalls wieder die Fäden in der Hand. Bei Kreiselgestaltungen in Bad Münstereifel – so könnte man meinen – führt kein Weg an Wolfhard Lorenz vorbei!

Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit den Bürgerinnen und Bürgern von Bad Münstereifel zu helfen und dies immer wieder gerne und vor allem ehrenamtlich. So kümmert sich Wolfhard Lorenz mit sei-nen zupackenden Mitstreitern der Senio-ren Union Bad Münstereifel zum Beispiel auch um die Pflege des Spielplatzes im Goldenen Tal.

Für dieses ehrenamtliche Engagement für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Münstereifel möchte ich mich heute und an dieser Stelle ganz herzlich mit dem diesjährigen Ehrenamtspreis des Bürger-meisters bedanken und Dir, lieber Wolf-hard, etwas ganz Besonderes ans Revers stecken.


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