Hochwasser im Stadtgebiet Bad Münstereifel



Ein ausführlicher Bericht der Einsatzleitung der Freiwilligen Feuerwehr zu den Hochwassereinsätzen vom 27. und 28.09.2007 im Stadtgebiet kann hier nachgelesen werden.

Ein Bericht von Ernst Springer


Wetterlage:

Kalte Winde aus dem Nordosten trafen über der Eifel auf feuchtwarme Luft aus dem Mittelmeerraum. Die Wolken stauten sich vor der Ost- und Nordseite der Eifel, weshalb die Niederschläge hier besonders heftig waren.
Eine Unwetterwarnung von 20:20 Uhr kündigte weitere Regenfälle an. Zu den seit dem Morgen gefallenen 30 bis 40 l/m² ist mit weiteren 40 l/m² bis Freitagmorgen zurechnen. Normalerweise fallen in Bad Münstereifel im September durchschnittlich 58 l/m2. Das Tief „Faysal“ verursachte jedoch im Einsatzzeitraum Niederschlagsmengen von bis zu 131 l/m2 im Bereich der Kernstadt von Bad Münstereifel.
Es ist davon auszugehen, dass im Einzugsgebiet der Erft, insbesondere im Bereich zwischen Gilsdorf/Pesch und Schönau höhere Niederschläge gefallen sind. Der bisherige Tagesrekord aus dem September 1956 im Bereich der Eifel lag bei 102 l/m2.

Diese Regenmenge ließ auch die kleineren Bäche zu reißenden Gewässern werden. Da diese Bäche (Krumesbach, Dreisbach, Lückenbach, Wespelbach und Eschweilerbach) alle in die Erft münden, stieg in der Nacht zum 28:09.2007 der Pegel Arloff auf über 1,60 m an. Dies ist ca. 10 cm höher als beim Jahrhunderthochwasser vom 31.05.1956.


Erste Einsätze und Maßnahmen

Die LG Hohn und Nöthen wurden gegen 20:13 Uhr alarmiert. Im Bremerberg/Hohn konnte ein Vorfluter oberhalb der Wohnhäuser die Wassermassen nicht mehr fassen. Das Wasser drohte ein Wohnhaus zu überfluten. Nach Reinigungsarbeiten durch die Feuerwehr, unterstützt durch einen Bagger, im Bereich des Vorfluters lief das Wasser ab.
Während der Arbeiten wurden weitere Einsatzstellen im Bereich Röddergasse, B 51 bei Eicherscheid und im Bereich Siedlung Fahl gemeldet. Die Leitstelle Euskirchen alarmierte die LG Eicherscheid, LG Bad Münstereifel, LG Pesch, LG Kalkar und LG Rodert nach. Gleichzeitig wurden die ersten Sandsäcke angefordert.
Zur weiteren Unterstützung der eingesetzten Kräfte und zum Füllen von Sandsäcken lies die Wehrführung die LG Houverath, Arloff, und Eschweiler alarmieren.
Teile des Löschzugs 4 mit den LG Schönau, Mahlberg und Rupperath befanden sich seit 21:15 Uhr im Bereich Schönau im Einsatz. Die Löschgruppe Mutscheid wurde um 23:41 Uhr nachalarmiert.
Die Löschgruppe Iversheim war in der Ortslage Iversheim seit 21:30 Uhr im Einsatz.
Die Löschgruppe Effelsberg wurde zur Sicherstellung des Brandschutzes bis Mitternacht am Standort zurückgehalten. Nach der Alarmierung der LG Effelsberg waren alle Kräfte der Stadt Bad Münstereifel im Einsatz.

Gegen 22:10 Uhr spitzte sich die Lage zu. Durch die bereits im Bereich Nöthen/Gilsdorf eingesetzten Kräfte kamen Meldungen über Schäden im Bereich Gilsdorf. Gleichzeitig wurde verstärkt um Sandsäcke und Einsatzkräfte gebeten.

Die stv. Wehrführer Horst Griesenbrock (1/2-1) und Ernst Springer (1/3-1) übernahmen die Einsatzleitung.

Die Koordinierungsstelle im Gerätehaus Kölner Str. 8 wurde besetzt.
Ernst Springer und der zwischenzeitlich eingetroffene Leiter Ordnungsamt Bert Anczikowski begaben sich zur Lageerkundung nach Gilsdorf. Auf der Anfahrt wurde die Leitstelle telefonisch aufgefordert überörtliche Hilfe zu organisieren, da zu diesem Zeitpunkt schon 13 von 15 Löschgruppen der Stadt Bad Münstereifel im Einsatz standen.
Beim Eintreffen von E. Springer in Gilsdorf standen die Straßen 10 bis 20 cm unter Wasser. Die ersten Maßnahmen, Abpumpen des Wassers und Verbau mit Sandsäcken, waren durch die anwesenden Kräfte aus Nöthen und Bad Münstereifel eingeleitet worden. Durch Ernst Springer wurde umgehend ein Löschzug aus Mechernich sowie das THW und der Einsatzleitwagen (ELW 2) aus Kall angefordert. Herr Anczikowski kümmerte sich um die Alarmierung der städtischen Fachbereiche.

Aus taktischen Gründen und mit Hinblick auf die Eskalation der Lage wurde im Bereich Nöthen/Gilsdorf unter der Führung von HBM Andre Zimmermann ein Einsatzabschnitt gebildet.

Durch Ernst Springer wurde angeordnet, dass die Einsatzleitung im Gerätehaus Bad Münstereifel einzurichten ist.

 Zwischenzeitlich wurde durch H. Griesenbrock die Lage im Bereich Iversheim und Arloff erkundet. Hier war die Erft zwar stark angestiegen. Es bestand zu diesem Zeitpunkt aber noch keine konkrete Gefahr.
 
Einsatzleitung

Nach dem Eintreffen des ELW 2 Kall nahm die Einsatzleitung ihre Arbeit auf.
 Die Einsatzleitung wurde von der Wehrführung gemeinsam mit dem stv. KBM Manfred Schlierf, GmBI Harald Heinen, dem Leiter Ordnungsamt Bert Anczikowski und dem allg. Vertreter des Bürgermeister Hans Orth, unterstützt durch die Kräfte des ELW 2 und der Koordinierungsstelle Gerätehaus Bad Münstereifel, wahrgenommen.

Der ELW 2 bekam den Auftrag den Funkverkehr, insbesondere mit dem Einsatzabschnitt 1 (EA1) /Nöthen/Gilsdorf, sicherzustellen. Auf Grund der topographischen Verhältnisse musste hierzu eine Relaisstation auf dem Hirnberg errichtet werden.

 Nach einer kurzen Lagebesprechung und der Eskalation der Lage in Gilsdorf wurden drei Löschzüge (aus Zülpich, Schleiden und Blankenheim) über den Führungsstab des Kreises Euskirchen angefordert. Diese wurden ab 00:39 Uhr alarmiert.
Im Bereich Gilsdorf wurde die Evakuierung und Menschenrettung durchgeführt. Hierzu wurde ein Betreuungszug des DRK alarmiert. Die Verwaltung organisierte zwischenzeitlich eine Notunterkunft in der Heinz-Gerlach Halle und koordinierte die Anforderungen an die städtischen Betriebe. Auch hier wurde der Betreuungszug des DRK tätig

Kräfte der LG Arloff, unter der Leitung von BI Herbert Fass, kontrollierten die Erft im Bereich Iversheim und Arloff und meldeten den Wasserstand an die Einsatzleitung.


Die Einsatzleitung ordnete die Einsatzstelle wie folgt:



Trotz mehrmaliger Erkundung im nördlichen Stadtgebiet schien sich dort die Lage nicht zu verschlimmern. Der Einsatzabschnitt 3 wurde gebildet.
Im EA 1 wurde zwischenzeitlich die Menschenrettung nach Absprache mit der leitenden Notärztin und dem diensthabenden OrgL des Rettungsdienstes des Kreises Euskirchen durchgeführt und mit der Evakuierung der Bevölkerung begonnen. Einheiten des THW, MHD sowie des DRK unterstützten die Maßnahmen.

Zwischen 0:30 Uhr und 1:00 Uhr stieg der Wasserstand im Bereich der Erft. In einem Industriebetrieb im Bendenweg bestand die Gefahr, dass eine Trafostation überflutet werden könnte. Im Bereich Möschemer Weg liefen geringe Mengen Wasser über die Straße und durch die Hallen eines Industriebetriebs.
Die LG Effelsberg unterstützte die Mitarbeiter der Stadtwerke bei der Sicherung der Trafostation der Kläranlage Wald.

In der Zeit nach 1:00 Uhr stieg das Wasser sehr schnell an und machte eine Umstrukturierung der Einsatzkräfte erforderlich.
      
Da im Bereich des EA 2 Schönau die Einsätze abgearbeitet waren und dort das Wasser zurück ging wurden diese Kräfte zur Fa. Auto Heinen entsandt. Die Einsatzkräfte aus den Bereitstellungsräumen und das THW aus dem EA 1, wurden auf Anforderung des EA 3, zum Bendenweg und nach Arloff entsandt.

Der Führungsstab in Euskirchen beschloss eine Warnung der Bevölkerung im Bereich der Erft durchzuführen. Ein ELW 1 wurde beauftragt die Warnung in den zuvor festgelegten Warnbereichen durchzuführen.

Auf Grund der massiven Anforderungen aus dem EA 3 wurden gegen 1:37 weitere Löschzüge angefordert. Der Führungsstab in Euskirchen alarmierte Einheiten aus Mechernich, Zülpich, Hellenthal und Dahlem. Diese Löschzüge wurden nach dem Eintreffen in den Bereitstellungsräumen den einzelnen EA zugeordnet.

 Nach dem Eintreffen dieser Löschzüge wurde der Einsatzabschnitt 4 gebildet. Hier wurde unter Führung von HBM Dirk Isenberg ein Löschzug aus Zülpich eingesetzt. Mit der Bildung EA 4 konnte mit der Abarbeitung von einzelnen kleineren Einsatzstellen begonnen werden.
Die Einsatzkräfte aus Zülpich wurden im Laufe des Vormittags herausgelöst und durch Einheiten der Stadt bad Münstereifel ersetzt.





  Einsatzabschnitt 1 Gilsdorf

In Gilsdorf wurde mit vorhandenen Mitteln zunächst versucht, die Lage zu stabilisieren. Der Anfangs relativ geringe Wasserstand stieg plötzlich stark an. Anfängliche Überlegungen, im Bereich der Brücke Pescher Straße einen Sandwall aufzuschütten, wurden verworfen. Hier hätte die Gefahr bestanden, dass das Wasser sich einen anderen Weg Richtung Pescher Straße sucht und Bereiche überflutet welche bis jetzt noch nicht betroffen waren. Da das Wasser in Gilsdorf schneller anstieg, als gefüllte Sandsäcke verfügbar waren und wegen der starken Strömung, konnten einzelne Anwesen nicht gehalten werden. Die Höhe des Wasserstandes machte eine Evakuierung der Bevölkerung notwendig.
In betroffenen Häusern wurden zwei bettlägerige Patienten angetroffen. Mit Unterstützung von THW, DRK und dem MHD wurde die Menschenrettung durchgeführt. Der Transport
aus den überfluteten Bereichen war nur mit Traktoren bzw. wattfähigen Fahrzeugen möglich. Teilweise musste die Evakuierung von der Polizei durchgesetzt werden. Personen, welche nicht bei Verwandten oder Nachbarn untergebracht werden konnten, stand die Heinz–Gerlach-Halle als Unterkunft zur Verfügung. Der Transport dorthin erfolgte durch den Betreuungszug bzw. durch einen von der Stadt angeforderten Reisebus.
Gleichzeitig wurden durch den EA 1 die Einsatzstellen Siedlung Fahl und Nöthener Mühle
abgearbeitet.
Die Einsatzabschnittsleitung wurde zwischenzeitlich durch StBI Rolf Kunze und später durch Herrn Eichen (7/5-60) übernommen.
Einsatzkräfte aus Mechernich, Blankenheim, Hellenthal waren hier tätig.

Über den EA1 wurde veranlasst, dass der Sportplatz Nöthen, nebst Umkleideraum, geöffnet und beleuchtet wurde. Hier wurde der Bereitstellungsraum 1 eingerichtet.
Die LG Nöthen unterstützte die Bevölkerung bis zum Freitagabend bei Aufräumarbeiten und pumpte voll gelaufene Keller leer.

Menschenrettung Gilsdorf
 3 Notfallpatienten
  sowie eine Anzahl weitere Personen wurden aus dem Bereich Gilsdorf, teilweise zwangsweise, evakuiert.


 Einsatzabschnitt 2 Schönau

Der aus dem Bereich Weißenstein zur Erft hin fließende Lückenbach führte erhebliche Wassermengen mit. Zunächst kam es im Bereich des Fuhrwegs zu Überschwemmungen. Hier waren insbesondere die Gebäude eines Bauunternehmers und die dahinter liegenden Wohnhäuser gefährdet. Später wurde eine Wiese im Bereich der Lückenbachstraße überflutet und es drohten weitere Wohnhäuser überflutet zu werden. Der Krumesbach sorgte im Bereich des Rittersweges ebenfalls für die Gefährdung von Wohnhäusern.
Der Löschzug 4 unter der Führung von StBI Manfred Manheller konnte ohne weitere Unterstützung die Einsätze im Bereich Schönau abarbeiten.
Der Einsatzabschnitt 2 wurde gegen 1:00 Uhr aufgelöst. Die Einsatzkräfte des LZ 4 wurden im Einsatzabschnitt 3 im Bereich des Möschemer Weg tätig.


Einsatzabschnitt 3 nördl. Stadtgebiet

Auf Grund der Pegelmessung bestand zunächst im nördl. Bereich des Stadtgebietes kein akuter Handlungsbedarf. Bis ca. 00:30 Uhr wurden durch den Abschnittsleiter Herbert Faß Pegelstände kontrolliert und die Erft beobachtet.

Zwischen 0:30 Uhr und 1:00 Uhr stieg der Wasserstand im Bereich der Erft.
Ab ca. 1:00 Uhr stieg das Wasser sehr schnell an.
Einsatzschwerpunkte waren jetzt:
Ort
Schwerpunkt 
Umspannwerk RWE Heinenstraße Abschaltung der Stromversorgung
Industriebetrieb Möschemerweg    Sachschäden / Umweltschäden
Industriebetrieb Bendenweg Umweltschäden  Abschaltung Stromversorgung, / Sachschäden
Industriebetrieb Arloff    Sachschäden / Umwelt
Iversheim / Arloff Sachschäden / Umwelt / Personenschäden

                                                                                                                   
Durch das umsichtige Verhalten der Mitarbeiter der betroffenen Betriebe ist davon auszugehen, dass keine gefährlichen Stoffe und Güter freigesetzt worden sind.


Industriebetrieb Bendenweg

 Die Erft fließt mitten durch das Gelände des Industriebetriebs. Zur Erft hin stehen auf einer Seite Gebäude und eine Betonmauer. Aus Hochwasserschutzgründen und zum Zwecke der Löschwasserrückhaltung wird der westliche Bereich der Firma durch einen Erdwall geschützt. Von der LG Iversheim - verstärkt durch weitere Kräfte - konnte zunächst ein Trafo im Gebäude gesichert werden. Durch Mitarbeiter der Firma wurden Abwasserkanäle geschlossen und Lagergut aus dem gefährdeten Bereich entfernt. Im weiteren Verlauf der Nacht überflutete die Erft den westl. Bereich des Firmengeländes. Im östl. Bereich drohte der Hochwasserschutzdamm zu brechen. Im Laufe der Nacht wurde mit Unterstützung des THW und Einheiten aus Schleiden, Blankenheim und Hellenthal der Wasserstand im östlichen Bereich des Firmengeländes unter Kontrolle gehalten. Nach dem der Pegel der Erft zurückging konnte das in den Hallen und im Hof stehende Wasser abgepumpt werden. Freitagmittag konnte die Einsatzstelle an die Firmenleitung übergeben werden.

 Die Lage des Betriebes führte dazu, dass das gelenzte Wasser über eine Schlauchstrecke von 800 Metern weggeleitet werden musste.


Iversheim / Arloff / Industriebetrieb Ernst-Diederichs-Straße

Im Bereich Arloff kam es zunächst zu den üblichen Überflutungen entlang der Erft. Da hier die Anwohner Hochwassererfahrung besitzen, waren hier kaum Einsatzkräfte tätig.
 Zum Zeitpunkt der ersten Erkundung der Einsatzstelle konnte nicht festgestellt werden, dass die Erft sich eine alte Flutmulde zurückholte. Plötzlich stand der gesamte Bereich des Industriebetriebs unter Wasser. Über die Felder floss das Wasser der Erft aus dem Bereich Iversheim über die Straße „In der Fließ“ in Richtung „Bahnhofsstraße“ und überflutete dabei das Gelände des Hammerwerks. Gleichzeitig verließ die Erft innerhalb der Ortslage Arloff Kirspenich das Flussbett.

Durch Kräfte aus Zülpich, Mechernich und Hellenthal gelang es im Bereich des Industriebetriebes eine Ölsperre zu bauen. Ein 25.000 Liter Heizöltank in der Bahnhofsstraße konnte gesichert werden. Einige Keller im Bereich Arloff/Kirspenich liefen direkt voll Wasser oder wurden durch den Anstieg des Grundwassers geflutet.
Hier waren die Kräfte bis zum Nachmittag gebunden.


 Industriebetrieb Heinen Straße / RWE Umspannwerk

Im Bereich der Heinen-Straße trat der Eschweiler Bach massiv über seine Ufer. Das Brückenbauwerk zwischen dem Industriebetrieb und dem Umspannwerk wurde überflutet.
Gefährdet waren zu diesem Zeitpunkt die Hallen des Industriebetriebes sowie das RWE -Umspannwerk.
Durch anwesende Mitarbeiter der RWE AG wurde STBI Manheller darüber informiert, dass die Abschaltung des Umspannwerks in Kürze erfolgen müsse, wenn das Wasser weiter steigt.
Durch den massiven Einsatz von Sandsäcken konnten die Umspannstation geschützt und gehalten werden. Nach dem die Lage dort stabilisiert war, konnten die Mitarbeiter des Industriebetriebes unterstützt werden. Hier kamen Tragkraftspritzen zum Einsatz.
Eingesetzt wurden an dieser Stelle auch Kräfte aus Dahlem und Blankenheim.


 Einsatzabschnitt 4 Kernstadt

Im Bereich der Kernstadt waren zunächst die Große Bleiche sowie die Kölner Straße betroffen.
Hier konnten zunächst nicht ausreichend Kräfte eingesetzt werden, da sich der Einsatzschwerpunkt im EA 1 und EA 3 befand. Nachdem ausreichend Verstärkungskräfte
zur Verfügung standen, wurde der Einsatzabschnitt 4 unter der Führung von HBM Dirk Isenberg eingerichtet. Mit Hilfe von Einsatzkräften aus Zülpich wurde begonnen, die anstehenden Einsatzstellen abzuarbeiten. Im Laufe des Morgens wurden freiwerdende eigene Einheiten in diesem Einsatzabschnitt tätig und die überörtlichen Einheiten konnten entlassen werden.
Auf Grund des Anstiegs des Grundwassers waren einige Löschgruppen bis ca. 15:00 Uhr unterwegs.


Eicherscheid

Die Löschgruppe Eicherscheid arbeitet eigenständig einige Einsatzstellen in der Ortslage ab.
Hierbei wurde sie zeitweise durch die LG Houverath unterstützt.


Abschluss

Ab dem frühen Morgen konnten die ersten Einsatzkräfte herausgelöst werden.
 Die Löschzüge aus Düren konnten dem Führungsstab sofort nach Erreichen der Bereitstellungsräume zur Verfügung gestellt werden. Diese Löschzüge wurden in Kall eingesetzt.
Unzählige Kräfte waren mit dem Füllen und dem Transport von Sandsäcken beschäftigt.
                      
Die geschätzte Zahl der durch Einsatzkräfte gefüllten Sandsäcke sollte bei 5000 bis 7000 Stück liegen.


   Anzahl der Einsatzstellen: 105


Anzahl der Einsatzkräfte: 506 ohne Hilfsorganisationen


Eingesetzte bzw. alarmierte überörtliche Einsatzkräfte:



         Bereitschaftszug DN / EU LZ 501 aus Jülich, Linnich, Titz
         Bereitschaftszug DN / EU LZ 504 aus Nörvenich, Vettweiß, Kreuzau
           Dekon P Gruppe Aldenhoven, FTZ – Düren mit Wechsellader -Schlauch


THW Euskirchen: Zugtrupp, B1, B2, FGr Beleuchtung, FGr Wasserschaden/Pumpen
  THW Schleiden: Zugtrupp, B1, B2, FGr Beleuchtung, Gabelstapler
 THW Simmerath: FGr Wasserschaden/Pumpen



MHD – Bad Münstereifel und Euskirchen
DRK – Euskirchen
Rettungsdienst Kreis Euskirchen
Brandschutzzentrum Kreis Euskirchen
Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Kreis Euskirchen



Ich hoffe, dass ich keine Einheiten oder Einsatzkräfte in der Auflistung vergessen habe. Sollte es doch der Fall sein, bitte ich dieses zu entschuldigen.

  Gleichzeitig möchte ich mich auf diesem Wege, auch im Namen der Wehrführung der Stadt Bad Münstereifel, bei allen Einsatzkräften für die geleistete Arbeit bedanken.


gez. Ernst Springer

Bad Münstereifel, Oktober 2007


Abk.:
EA        – Einsatzabschnitt
UEA      – Untereinsatzabschnitt
STBI     – Stadtbrandinspektor
GmBI   – Gemeindebrandinspektor
BI         - Brandinspektor
HBM      - Hauptbrandmeister


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